Kosmische Zyklen

Die Erforschung biologischen Zellebens in der Weise wie hier praktiziert, findet natuerlich Grenzen an dem Punkt, an dem das Lesen des praehistorischen genetischen Kodes nicht laenger verfuegbar ist. Dies ist als ob wir Spuren im Sand verfolgen, aber nach vielen Kilometern ungeachtet unserer erhoehten Faehigkeit kaum noch sichtbare Abdruecke zu identifizieren, verschwinden diese Spuren zeitweise und werden weniger. Eine deutliche Markierung zur Orientierung dieses Reports ist die aufgezeichnete Situation des erzwungenen Erwachens aus dem Stadium eines ewigen Gleichgewichts und einer unangetasteten Ganzheit. Wir koennen natuerlich nur das interpretieren, was gespeichert wurde und wie es gespeichert wurde und koennen nur annehmen, dass es eine viele Millionen Jahre dauernder Winterschlaf (Hibernation) war. Davor sind einige der fruehesten Aufzeichnungen das Einsetzens der Urpraegung metabolischer Funktionen und wir wissen nur durch wissenschaftliche Forschung ueber die rudimentaere genetische Entwicklung Licht und chemische Substanzen als Energiequelle zu nutzen.

An diesem Punkt wird das Lesen muehsam und verlaesst die gesicherte Zone urgenetischer Praegungen, und unvermeidbar, einige spekulative Elemente werden uns begleiten. Wie auch immer, diese etwas resignierende Feststellung der Rueckkehr zu faktischen Beobachtungen und logischen Kombinationen muesste in so weit etwas aufgebessert werden, da wir mittlerweile viel besser ausgeruestet sind. Zuerst einmal mit unserer Erfahrung den Weg der organischer und anorganischer Fundamente zu folgen, koennen wir besser die Richtung der Entwicklung abschaetzen. Wie Bojen in der Hafenausfahrt haben wir wertvolle Leitlinien, in welche Richtung wir segeln muessen.
Zweitens, wir finden Unterstuetzung durch die mythologische Erzaehlungen. Wir haben bereits die Vertreibung aus dem Paradies diskutiert, dessen Inhalt wahr zu sein erscheint. Diese Geschichte ist erzaehlt fuer Leute, die nichts ueber Zellentwicklung wussten, Urpraegungen und den Big Bang; die Geschichte ist in einem sehr persoenlichem Stil erzaehlt, aber unabhaengig davon es ist ein sehr einleuchtender Bericht.

Neue Entwicklungen folgen dem abgesetzten Modus frueherer Erfahrungen, es wird kaum etwas von einem Tag auf den anderen radikal geaendert, nur wenn man als ferne historische Sicht betrachtet, sieht es so aus, als waere es eine unablaessige Folge dramatischer Geschehnisse, wie der Big Bang, Planetenkollisionen, Black Hole, dunkle Materie und Implosionen. Wahr ist, dass diese historischen Ablaeufe sich sehr lange hinstreckten. Wenn wir persoenlich als Beobachter dabei gewesen waeren, wuerde unser Bericht lauten: Nichts ist passiert, alles laeuft so weiter wie vorher und in diesen Millionen von Jahren hat sich nichts geaendert.

Die Galaxis dehnt sich mit Lichtgeschwindigkeit aus waehrende der lezten 13.82 Milliarde von Jahren. Es sieht so aus, als ob sich die Lichtgeschwindigkeit in dieser Periode aenderte (Einstein 1911: es ist keine Konstanz). Das Yin Yang, die einfuehlsame folgende Darstellung demonstriert die Zyklen recht genau.

 
Eine bessere kuenstlerisch gepraegte Darstellung kosmischer Kraefte und deren komplementaeres Einssein ist kaum vorstellbar und zeigt die Tiefe Chinesischer traditioneller Philosophie. Auf dieser Abbildung ist Materie als blau dargestellt und Energie ist rot. Wenn eines der beiden schrumpft, expandiert die andere. Der Schluessel dieses philosophischen Gedankens ist der blau Punkt innerhalb des roten Feldes, und des roten Punktes innerhalb des blauen Feldes. Wenn der rote Punkt, die komprimierte Energie, schliesslich explodiert (Big Bang), wird sie sich mit Lichtgeschwindigkeit ausdehnen und und treibt die implodierende Materie in die durch Schwerkraft verdichtete blauen Punkt (Black Hole) innerhalb des roten Energiefeldes und die Energie wird dabei durch Schwerkraft absorbiert (verzerrt = Einstein’s Relativitaetstheorie). Beide Elemente brauchen einander um sich entfalten zu koennen, zur gleichen Zeit kaempfen sie verbittert miteinander. Abbildung: Yin Yang Dos by Pin Cushion Vashapocalypse/DeviantArt

Rot zeigt die Energie an, blau zeigt die Materie. Big Bang geschah als die Energie komprimiert war durch die absorbierende Materie, hier angezeigt durch den roten Punkt im blauen Feld. Energie fand den Weg heraus aus dieser Gefangenschaft und explodiert in den Kosmos, anfaenglich mit groesserer als der heutigen Lichtgeschwindigkeit in das vorerst enge Energiefeld. Je mehr Raum es einnimmt, so sehr verlangsamt sich die Lichtgeschwindigkeit. Materie ist unter Druck sich der ausbreitenden Energie zu erwehren und tut dies durch Implosion, an einen oder mehren Plaetzen. Dies wird durch den blauen Punkt innerhalb des roten Feldes angezeigt. Waehrend des Stadium des Explodierens war die Geschwindkeit hoeher, wie heute offiziell bestaetigt wird, und wird im Laufe des Ausbreitungsprozesses weiter absinken und in einem futuristischem Zeitraum wird es einen Kulminationspunkt erreichen, Zeit und Raum verschwinden, und dann eine zuerst langsame Rueckwaertsbewegung, die dann an Geschwindigkeit zunimmt. Darum sind Lichtwellen gekruemmt, verzerrt durch Einfluss der Schwerkraft. Wenn dies nicht der Fall waere, der Big Bang wuerde niemals passiert sein, weil das ganze Universum statisch geblieben waere und organisches Leben wuerde niemals das Licht des Tagesgfesehen haben und damit haette es keinen Ausloesepunkt gegeben, der zur Entwicklung biologischer Zellen gefuehrt haette. Die Energie hat ihren Kulminationspunkt erreicht, sie kann sich nicht mehr weiter ausbreiten und wird durch die sich vergroessernde Schwerkraft des Black Hole foermlich aufgesogen. Ab einem gewissen Zeitraum wird die sich zurueckziehende Energie in Anbetracht der Schwerkraft Zeit und Raum aufloesen. Dies ist ein Zeitraum erhoehter Schwerkraft – metaphorisch ein Nirwana – ohne Bewusstsein oder Richtung, ohne Raum und Zeit – in unendlicher Ruhe. Aber auch dieses Stadium dauert nicht ewig. Energie ist eingesperrt und Materie verbreitet sich im Kosmos, Zeit und Raum setzen wieder ein. Es ist nicht moeglich dies zu beschreiben, uns fehlt an diesem Punkt ueber ganz anderer physikalische Gegebenheiten einfach die noetigen Vorstellung, wenn die schwerfaellige Materie sich ausbreitet und dabei ihre Dichte und Schwerkraft verliert. Die Vorbereitungen fuer ein neues Big Bang setzen ein.
Wir leben in einem Stadium immer noch expandierender Energie, gleichzeitig sind die Black Holes jedoch bereits vorhanden. Es moegen vielleicht zwei Drittel eines Aeons bereits vergangen sein, vom Big Bang bis zur Kulmination der Expansion der Energie. Das hiesse eine Aeon dauert ungefaehr 20 Milliarden Jahre. Die hypothetische Wiederholung kosmischer Aeons ist bereits von Denkern vieler Kulturen klassischer und moderner Zeiten diskutiert, weil es die einzige moegliche Antwort ist, die mangelnde Gleichlaeufigkeit aller Dinge zu erklaeren, die die Entwicklung der Substanz ausloest.
Wann hat das organische Leben begonnen? – Die Explosion in Verbindung mit dem Big Bang ist begleitet von Temperaturen, die in unserer Skala nicht existieren und die wir nur mathematisch nachvollziehen koennen, ist weiterhin umgeben von physikalischen Elementarreaktioen von unvorstellbaren Ausmassen, die es kaum moeglich gemacht haetten fuer bereits sehr abgehaertete biologischen Zellen zu ueberleben. Aber dann kann auch eingewendet werden, wir haben immer wieder erfahren muessen, unsere Erfahrungen und Vorstellungen, was moeglich ist und was nicht, sind haeufig unzureichend und nur durch Vermutungen gestuetzt. Auch muesste man im Auge behalten, dass diese Perioden ueber einen langen Zeitraum erfolgten mit jeweils sich veraendernden Umweltverhaeltnissen. Biologische Pre-Zellen koennten natuerlich festgeheftet auf Materie-Ueberbleibseln auch zu einem passenden Zeitpunkt in das Universum hinausgeschleudert sein, d.h. vor einer groesseren Explosionsserie koennte das erfolgt sein, eine Periode, die vielleicht Millionen von Jahren dauerte und intermittierende Phasen hatte. Die gespeicherte Nachricht ueber dieses Geschehnis war moeglicherweise von anorganischer Materie auf fruehes organisches Leben uebertragen worden, wie wir es schon bei anderen Gelegenheiten fanden und das sich durch ueberschneidende Beziehungen zwischen anorganischer und organischer Substanz ausdrueckt. Wie auch immer, es waere hilfreich, wenn dies in Zukunft verifiziert werden koennte, da der genetische Kode der Zellen nicht Name und Zeit der ersten Geschehnisse preisgibt.

Es kann auch nicht ausgeschlossen werden, dass die Erschaffung organischen Lebens in einen Zeitraum faellt, der mit der spaeteren Entwicklung unseres Solarsystems in Verbindung steht, aber welches Geschehnis solchen Ausmasses koennte da hineinpassen? Die Erschaffung organischen Lebens ist wahrhaftig von kosmischer Bedeutung – andere Entwicklungen spezifischer Lebensformen koennten in dem weiten Universum separat erfolgt sein, genau wie die Entwicklung unseres spezifischen multizellularen Lebens ist ein rein irdisches Produkt. Mit Bezug auf die ‚Giant Impact Theory‘ der Erde existieren andere, spaetere Berichte der Zellen.

Waehrend dieser Forschungsarbeit hat sich immer wieder und wieder herausgestellt, dass Leben, organische und anorganische Substanz, galaktische Geschehnisse, alle folgen gleichermassen Praegungen und entwickeln nur selten oder nie echte neue Methoden oder Wege. Alle wechsel und Mutationen folgen bereits vorliegenden frueheren Praegungen fuer neuerliche Anwendungen oder Erfordernissen. Nichts Neues passiert, aber das Bestehende wird modifiziert und fuer neue Notwendigkeiten eingesetzt.

Dies ist die wahre Herausforderung, Zeiten und Umstaende der Erschaffung des Lebens zu finden, da die verschiedenen Stadien der Entwicklung Reflektionen frueherer Entwicklungen anorganischer Natur und kosmische Ereignisse sind. Um die Urpraegungen zu bestaetigen und um sie zweifelsfrei zu verstehen, sind wir gehalten auch in mythologische Sagen, archaische Symbole und festgelegte Verhaltensaspekte zu schauen um Parallelen zu finden. Zum Beispiel ist das maennliche und weibliche Prinzip nicht eine Erfindung sexueller Reproduktion, sondern ein wahrhaft ur-kosmisches Prinzip und wurde kopiert von dem Bedarf fuer eine temporaere Vereinigung polar entgegengesetzter Prinzipien. Materie entspricht fraglos weiblicher Charakteristik, in Astrologie ist es Erde und Wasser, es ist passiv und beharrend, weicht aus, ist fruchtbar, kreativ und ist vordringlich moralisch gepraegt. Dagegen ist Strahlungsenergie maennlich, in Astrologie Feuer und Luft, es ist aktiv, fordernd, aggressiv, leichtsinnig und ethisch gepraegt. Beide haben nichts zu tun mit der aktuellen Sexualitaet von Individuen.

Als nachfolgende Entwicklung dieses ur-kosmischen Prinzips ist es erhalten als weiblich – maennliche Widersacher und im gleichen Sinne, brauchen sich beide um zu existieren, nicht nur wegen der Fortpflanzung sondern als Ausgleich abweichender Impulse. Daher spricht vieles dafuer, dass bereits biologische Zellen ohne Sexualtrieb, sich diesem Prinzip zuordnen und entweder maennlich oder weiblich gepraegt sind und dies fand bei der Einfuehrung von Sexualitaet dann seine natuerlich Konsequenz. Es ist wahrscheinlich, das Leben waehrend der letzten Kulmination des Kosmos geschaffen wurde, als Energie ‚gefangen‘ gehalten wurde durch Absorbation seitens des Black Holes und sich durch eine Riesenexplosion daraus befreite.

Das fruehe semi-organische Zelleben reflektiert die Bewegung des Kosmos und das setzt sich mit der Schaffung multizellularen Lebens fort. Der ganze Empfaengnisprozess ist nichts anderes als ein Spiegel kosmischer Prozesse. Das Ovum ist vergleichsweise riesig zu dem winzigen Sperm, der Koerper des neu zu schaffenden Lebens wird aus dem Ovum geformt, der Sperm ist Aggressor, der Sperm ist Teil der ejaculativen Explosion, der Sperm wird in die Fremde herausgeschleudert; die Parallelen sind endlos. Sollte organisches Leben nach den Big Bang geformt sein, so ist es aber sicher, dass der gesamte Prozess aus diesem Zeitraum kaum entlehnt werden konnte. Dies bestaetigt mit grosser Sicherheit, dass die Urpraegung des sexuellen Prozesses der multizellularen Empfaengnis von der biologischen Zelle ueber 13 Milliarden Jahre passiv mitgetragen wurde und erst vor rund einer Milliarde Jahren aktiviert wurde.

Es gibt eine ganze Reihe mythologischer Sagen, die ueber alle Kulturen zu voellig verschiedenen Zeiten verbreitet sind. Diese Sagen berichten von den gleichen Geschehnissen mit verschiedenem Stil und Begleitumstaenden. Sie sind erzaehlt fuer Menschen vergangener Zeiten, voll von Charm und nehmen das Verstaendnis des Lesers voll fuer sich ein, wegen ihrer erzaehlerischen Dichte und Poesie sowie ihrer archaischen Symbolik. Dagegen ist unser heutige dokumentarische Stil zu schreiben, darauf gerichtet, analytische Praezision zu verbinden mit Sachkunde und verliert daher imaginative Poesie. Mythologisch gepraegte Sagen sind insofern tief, da der Inhalt archaische Symbolkraft enthaelt und keine Phantasieprodukte sind. Heinrich Schliemann folgte ganz allein Homer’s Dichtungen der Illias und Odyssee praktisch und grub das klassische Troja aus. Viele Kulturen bewahren als mythologischen Schatz Erzaehlungen, die vielleicht unterschiedlich erzaehlt sind, aber in dem gleichen praehistorischen Geschehnis verwurzelt sind. Es ist schwer zu verstehen, dass Voelker ohne moderne Naturwissenschaften, die kaum lesen oder schreiben konnten, und wenn, dann in einer schwierigen Formulierung verstaendlich nur fuer einige wenige Auserwaehlte, ohne Moeglichkeiten zu drucken um auf weiterer Ebene zu kommunizieren, faehig waren Geschichten ueber unser praehistorisches fruehes Lebens in allen Details zu erzaehlen, wie wir es nicht heutzutage nicht koennten.

Die Sage ueber Prometheus und die Titanomacchia is ein solches Beispiel: Es ist ein mythisches Thema der klassischen Griechen, Babylonier, Hethiter, vedischer, skandinavischer und keltischer Voelker, deren Schluesselelemente durchaus vergleichbar sind mit der biblischen Geschichte der Vertreibung aus dem Paradies, mit einem leicht veraenderten Ton.

Es geht um den Machtwechsel zwischen den Generationen, die bei allen organischen Lebensformen ebenfalls von ausschlaggebender Bedeutung ist. Uranus als ersterwaehnter Gott vernichtete seine Kinder, da er um seine Macht fuerchtete, aber der Sohn Kronos wurde von seiner Mutter gerettet. Als Herangewachsener revoltierte Kronos – mit der Unterstuetzung seiner Mutter – und kastrierte Uranus, warf die Genitalien in die See, die wiederum das Wasser befruchteten und die Goettin der Schoenheit, Aphrodite, schufen,.

Dies Geschehnis entspricht dem Beginn der menschlichen Beobachtung der Aeonen: Uranus ist maennlich – seine Potenz ist ungeschmaelert und er vernichtet seine Soehne (blauer Punkt im Energiefeld) Seine Frau unterstuetzt die Revolte seines Sohnes, ihn zu kastrieren. Er ist verkoerperte Energie und wird entmachtet, wenn seine Expansion sich verlaeuft. Sein Sohn Kronos und die Mutter folgen dem weiblichen Prinzip und absorbieren (kastrieren) im Black Hole seine Energie, wodurch die Uebernahme der Macht erfolgt.

 

Bild 12. Die Prometheus Mythologie: Das erste organische Leben wurde von Orometeus aus Lehm und Schlamm erschaffen und erscheint auf diesem Bild als blasses und lebloses menschliches Abbild. Es ist selbstverstaendlich, dass jegliche Interpretation verlangt, es als biologische Zelle zu sehen. Dieses organische Leben ist nicht ausgeruestet zu differenzieren und mag sich in einem Zellen-Vorstadium befinden. Auf diesem Gemaelde uebergeben Prometheus und Athene das Geschenk des Bewusstseins der stumpfsinnigen Figur, das gestohlen war vom Himmel und ein zorniger Zeus bestrafte die Menschheit dafuer schwer in dem er Krankheiten und Seuchen durch Pandora sendete aehnlich wie der biblische Gott, der die Menschheit mit Muehsal und dauerhafter Schuld belastete als Strafe den Apfel der Weisheit gegessen zu haben. Gemaelde von Christian Griepenkerl 1877/78

Wir folgen der kosmischen Sequenz; Kronos verkoerpert das weibliche Prinzip und expandiert den Materiebereich. Kronos folgt dem Vorbild seines Vaters und vernichtet seine Kinder in dem er sie verschluckt (absorbieren, roter Punkt im blauen Feld). Seine Frau Rhea rettet Zeus, deren Sohn, und taeuscht Kronos, indem sie ihm in ein Tuch gepackte Steine gibt, die er als vermeintliches Baby verschluckt. Keine Kastration oder aehnliches, denn dieses Aeon entspricht dem weiblichen Prinzip) Es ist auch bemerkenswert, es ist jeweils die eigene Frau, die ihrem Mann unterminiert. Dies ist der Beginn des letzten Aeons und das maennliche Prinzip uebernimmt wiederum die Macht.

Der Krieg der Giganten zwischen den juengeren und aelteren Goettern wird Titanomacchia genannt und reflektiert den Machtwechsel zwischen Zeus und seinem Vater Kronos. Dieser Krieg dauerte zehn Jahre (in griechischer Mythologie bedeutet der Zeitraum von zehn Jahren = unendlich). Er gewinnt am Ende, macht seinen Vater betrunken (Fluessigkeit = Wasser) und sperrt ihn in einen Kaefig (blauer Punkt im roten Feld. Keine Kastration findet statt oder eine aehnliche Aktion, weil naemlich dieses Aeon dominiert wird als weiblich charakterisierte Materie.)

Zeus ist urmaennlich; daran gibt es keinen Zweifel. Er ist beruechtigter Schuerzenjaeger, und, man muss auch sagen, Sodomist – immer bereit und mit wem auch immer, sich sexuell abzugeben. Titanomachys ist die mythologische Umschreibung fuer Big Bang als ein sich lang hinziehender Krieg zwischen der geringer werdenden Macht der Materie, die ihre Grenzen nicht beschuetzen kann und die neue dynamischen Kraefte der Strahlungsenergie, gekennzeichnet durch die grosse Explosion. Zeus war ein zorniger Gott, eifersuechtig auf alle, die seiner Machtposition nahe kamen und undankbar, fuer alle, die ihm mehr oder weniger entscheidend halfen. Waehrend der Auseinandersetzung mit seinem Vater Kronos Zeus gewann die Unterstuetzung des jungen Prometheus, der als Familienmitglied der verbleibenden Familie des Kronos die Fronten wechselte. Prometheus hatte noch waehrend der Regierung des Kronos die Menschheit (organisches Zelleben) aus Lehm geschaffen und zu Leben gebracht. Nachdem er die Macht gewonnen hatte, missbilligte Zeus den Besitz von Feuer (gottaehnliches Wissen und Weisheit) und nahm es der Menschheit wieder weg. Warum Prometheus die Fronten wechselte ist nicht klar, aber in irgendeiner weise hatte es sicherlich mit dem Verfall der untergehenden Epoche zu tun.

 

In dieser klassischen griechischen Abbildung vom gefolterten Prometheus durch einen Adler (Zeus’s Symbol), der seine Leber stueckweise herauspickte, wir haben Mitgefuehl fuer ihn, denn er erschuf Leben und Bewusstsein. Er war ein Held als Verteidiger des Lebens.

Auf er anderen Seite war er bekannt als Schwindler, sein klassischer Spitzname. Er verriet seine eigene Familie gegen den Rebellen Zeus waehrend der Titanomacchia, er stahl das Feuer vom Himmel und beschwindelte Zeus durch vorgetaeuschten Respekt.

Mit einem Wort, er ist menschlich durch und durch, mit allen charakterlichen Nuancen, staendig im Kampf mit Fragen der Moral und kaum bereit Ethos, seinen neuen Brotgeber zu akzeptieren und vergass dabei voellig, dass das Zentrum des gestohlenen Feuers auch das Zentrum der Prinzipien des Bewusstseins ist. Dies ist bis heute der Fall: Die Weisheit des Bewusstseins ist mit Prinzipien verbunden. Die Menschheit hat einen Teil angenommen, und das ist Logik, aber die Weisheit ausser acht gelassen.

Die Generation Gottes ( egal welcher Kultur entstammend) zu diesem Zeitpunkt ist charakerisiert durch Habgier, Eifersucht und Zorn, sei es ist charakerisiert durch Habgier, Eifersucht und Zorn, sei es juedische Gott der Bibel, Zeus der antiken Griechen, genauso wie in allen anderen Kulturen. Zeus bestraft Prometheus, einer der Titanen, der sich fuer ihn einsetzte waehrend der Titanomacchia, und kettet ihn als Straefling fuer immer an Felsen im Kaukasus (Begriff fuer absolute Isolation) und marterte ihn dadurch, dass er jeden Tag als Adler (das Symbol des Gottes Zeus) ihm die Leber herauspickte (Symbol fuer Leben und Metabolismus), die dann nachts nachwuchs. Prometheus hatte das menschliche Leben geschaffen, aus Lehm und Schlamm, und zusammen mit der Goettin Athene, versah er diese leblose Puppe mit Bewusstsein.

Die Menschheit selbst spuerte auch den Zorn des Gottes, der Pandora und die sprichwoertlichen Buechse allen Leidens sendete. Die Buechse wurde geoeffnet und alle Krankheiten und Seuchen kamen heraus und wurden Peiniger der Menschheit bis heute. Nur die ‚Hoffnung‘ wurde fuer die Menschheit gerettet.

Der Gund der Bestrafung war, der Gott der Griechen hatte das Feuer (Bewusstsein), das Prometheus der Menschheit eingegeben hatte, weggenommen nachdem er die Macht uebernommen hatte und Prometheus stahl es aus den himmlischen Sphaeren und brachte es den Menschen wieder. Der juedische Gott des Alten Testaments war ebenfalls zornig, nachdem er entdeckte, dass die Menschheit versuchte sich logisches Wissen anzueignen, was er ausdruecklich verboten hatte. Er vertrieb sie aus dem Paradies und legte ihnen Not und Elend als ewige Buerde auf ihre Existenz, aehnlich wie die Buechse der Pandora. Gottheiten anderer Kulturen reagierten aehnlich fuer die gleiche Tat. Heutige kirchliche Kultur hat diese Tatsache etwas in den Hintergrund geschoben, und wenn ueberhaupt, belastet Satan mit der Verbreitung des Elends, und hat die Bekaempfung des Elends in aller Welt auf ihre Fahnen als Zentralanliegen gestellt.

Die Meinungen ueber Jesus und Prometheus als parallele Propheten die Menschheit zu retten, sind nicht einhellig. Wahr ist, dass das Leiden und das persoenliche Opfer ist bei beiden gleich; beide handelten gegen den Willen Gottes aber nicht gegen dessen Herrschaft. Folgerichtig wurde Jesus von den irdischen Vertretern Gottes hingerichtet, aber fortlebte, waehrend Prometheus zu einem spaeteren Zeitpunkt mit Einschraenkungen begnadigt wurde. Diese Tatsache der Ermordung Jesu ist in den Augen christlicher Theologie immer noch ein Dorn in deren Fleisch und trug mehr als alles andere dazu bei, die spezifische Animositaet zwischen ihnen und dem Judentum zu begruenden. Beide Gottheiten, die juedische und die griechische, kann man charakterisieren als paternalistisch-maennlich, eifersuechtig und intolerant und beide basieren auf Ethos. Beide, Jesus und Prometheus, sind vom Prinzip her Moralisten, Verteidiger des Lebens und zutiefst besorgt, das Elend zu verringern – das so unerwuenschte Geschenk ihrer paternalistischen Gottheiten – , waehrend die Bibel des Judaismus dem Prinzip des ethischen Gesetzen folgt.

Eng verbunden mit christlicher Theologie und Prometheus ist Luzifer (der Wordstamm ‚Luzifer‘ = er macht Licht) auch ‚Morgenstern‘ genannt (Venus) und von einigen als als Sohn Gottes bezeichnet wurde. Jesus nannte sich auch ‚heller Morgenstern‘ in Anlehnung an den Beinamen fuer Luzifer. Heute ist Luzifer als Satan bekannt. Wenn man der juedischen Mythologie folgt, muesste er eine fuehrende Rolle innegehabt haben waehrend der Zeit, als die Juden nach Babylon verschleppt wurden und eine schwere Zeit durchmachten. Das geschah ungefaehr 600 B.C. unter der Herrschaft von Nebukadnezar. Luzifer war Jude oder Babylonier, vielleicht sogar Nebukadnezar selbst. Biblisch wird er als Erzengel bezeichnet, Lichtbringer und Stern des Morgens. Es erscheint sehr moeglich, dass er mit den ansaessigen Babyloniern fraternisierte um das Los der Juden zu erleichtern. Dies war nicht vereinbar mit der Sicht dogmatischer-ethischer Priester und es kam zu einem Machtkampf zwischen beiden Gruppen, den die Priester gewannen, ihn jedoch wahrscheinlich nicht umbringen konnten, vielleicht war er zu populaer oder in einer maechtigen Position, ihn aber im Nachhinein als Satan deklarierten. Das schien waehrend der Zeit des fruehen Christentums wieder gewechselt zu haben; es gab um 400 A.D. sogar einen Bischof namens Luzifer, aber das wechselte wiederum im Mittelalter mit einer sich aendernden Kirchenkultur. John Milton liess ihn sagen: „Besser in der Hoelle zu herrschen als im Himmel zu dienen.“

Die Symbolfigur des Luzifer ist faszinierend. Mehrere Male in der Geschichte musste er sich Brandwunden in der Hoelle zufuegen lassen, in anderen Zeiten wurde er hoch eingeschaetzt. Die Kirche vertrat ueber die zwei-dreitausend Jahre eine Zick-zack Linie. Offensichtlich ist etwas an seiner Haltung oder Idee, dass das ethisch formulierte Dogma verunsichert. Dabei handelt es sich nicht um eine spezifische Person oder spezifische Ideen, sondern um das Prinzip des Ethos und der Moral und die sich abwechselnde Dominanz. Luzifer ist nicht nur ein Kind dieses von Ethos beherrschten Aeons, er hat auch mit dem juedischen Dogma der Prioritaeten zu tun. Und das heisst, Ethos, das Dogma, hat ganz klar Prioritaet vor der Not des in die Sklaverei gesendeten des eigenen Volkes.

Prometheus’s Ursprung finden wir in der moralisch gefuehrten Welt der Materie und er war fasziniert von dem Schwung und die Kraft des neu aufkommenden ethischen Stils. Nachdem er die Fronten gewechselt hatte, wurde er sehr enttaeuscht von der ‚Jakobinischen Erneuerung‘ (Franzoesische Revolution 1789), und kehrte zurueck, von wo er herkam, naemlich Moral und Erde. Er wurde fuer Verrat bestraft mit der Chance begnadigt zu werden.

 

Fuer den Moralisten, zum Beispiel, sind soziale Vernachlaessigung und Mangel einer der uebelsten Tatsachen unseres Lebens und alle Bemuehungen sind dahin gerichtet hier Abhilfe zu schaffen.

 

Der Ethiker empfindet den sozialen Missbrauch als Schaden fuer das Leben. Degeneration ist sozial begruendet. Der Moralist sieht Gruende fuer soziale Fehlentwicklungen und fordert, dass Hilfe um so dringender ist.

Jesus wurde in eine von ethischen Grundsaetzen gefuehrte Gesellschaft mit starren Gesetzen geboren. Ohne Gottes Superioritaet (d.h. die ethischen Grundlagen des Volkes) jemals infrage zu stellen, folgte er seinem menschlichen Instinkt, Menschen zurueckzufuehren , woher sie einst kamen, und das ist die Welt der Materie und der Moral. Als Sohn Gottes musste er dafuer exekutiert werden, denn alle Gottheiten haben ihre Kinder seit jeher vernichtet, wenn es das konkurrierende Aeon betrifft. Gott handelt nicht anders als Zeus gehandelt hat.

Luzifer wurde in eine (oder wurde spaeter Teil des Volkes) privilegierte Position geboren in einem ethisch beherrschten Volksstamm in einem ethisch beherrschten Aeon. Der ganze Volksstamm befand sich in Gefangenschaft und litt erheblich. Er schaute in die Zukunft, in das naechste Aeon und diese von Materie und Moral gefolgerte Voraussicht sagte ihm, eines Tages wird Moral wieder einen hoeheren Stellenwert haben; wenn das Leiden des eigenen Volkes endlos ist, sollten doch einige mildernde Schritte unternommen werden, aber es is klar, die ethisch geschulten juedischen Priester wuerden nie einen Kompromiss eingehen. Luzifer war und und ist immer noch populaer als mitfuehlender und passionierter Fuehrer, aber da die Kirche ihn nicht zum Tode verurteilen konnte, im Gegensatz zu Jesus, da er zu einer privilegierten Klasse gehoerte (Erzengel), wurde er im Nachhinein in die Hoelle verbannt um wenigstens seinen Namen (Moral) fuer kuenftige Generationen zu zerstoeren. In unserem Yin Yang Bild ist die Hoelle fuer ihn eingesperrt zu sein in dem Blauen Kreis (Materie, Moral) umgeben vom roten Feuer der Energie (Hoelle), aber er kann nicht umgebracht werden, wird eines Tages die Macht uebernehmen und die ethischen Dogmatiker ausloeschen. Wie gesagt, wir schildern hier ein Prinzip, kein Schicksal einzellebender Personen. Das bedeutet weiterhin, wir muessen nicht die wahrscheinlichen 20 Milliarden Jahre eines Aeon abwarten bevor der Wechsel von Ethos zur Moral stattfindet; dies waere so ein gewaltiger Umschwung, der fuer uns nicht einmal vorstellbar ist, sso ungeheuerlich und so weitreichend und hat nichts mehr mit Existenz von Menschen zu tun. Aehnlich wie Luzifers haeufiger Auf – und Abstieg, das findet in menschlich nachvollziehbaren Zeitraeumen statt. In kleineren Zeitabstaenden und mit erklaerlichen Ereignissen, passiert das in kulturell messbaren Zeitabschnitten einiger hundert Jahre, und fuer noch kleinere Ereignisse waehrend eines menschlichen Lebens, es betrifft jedes Jahr, jeden Monat und jeden Tag.

 

Die Auseinandersetzung zwischen Ethos und Moral ist wahrhaftig ein Seiltanz fuer multizellulares Leben. Es ist der Kern aller Ideologien, Philosophien und Religionen. Es ist auch kaum loesbar, da das Leben aus Materie entstammt aber be-lebt wurde durch Strahlungsenergie. Beide Kraefte sind jedoch vom Prinzip entgegengesetzt ausgerichtet. Beide verhalten sich wie geschiedene Eltern und ziehen das Kind in jeweils ihre Richtung und bestrafen es gnadenlos, da keiner von beiden sich endgueltig durchsetzen kann.
Das Kind muss seinen eigenen Weg finden.

Diese beiden elementaren Kraefte – Moral und Ethos – stossen bei jeder Gelegenheit aufeinander so wie sie es schon immer getan haben und es kann der Menschheit nicht vorgeworfen werden, dass sie eine staerkere Verbindung mit den eigenen Wurzeln hat, und die ist moral – und materiegepraegt. Ist dies vom philosphisch – theologischem Gesichtspunkt das Paradies? Und waren alle Gottheiten in der Vergangenheit zornig, weil sie nicht wollten, dass Menschen sich mit Logistik und Mathematik beschaeftigen, wenn sie gleichzeitig sie dem Erzfeind, Moral und Materie naeher stehen? Judaismus basiert auf ethischen Gesetzen, Christentum und Islam sind moralorientiert. Unmoralisch zu handeln basiert immer auf Moral, nicht auf Ethos. Das koennte eine Erklaerung sein fuer die tiefliegende Divergenz der juedischen und der christlich/islamischen Welt, weil sie auf verschiedenen Elementarebenen beruht. Etwas ironisch kann man festellen, das Juden generell befaehigt sind, sehr schoepferisch mit Naturwissenschaften und Kunst sind und weniger bekannt sind fuer idealistisch-humanitaeren Einsatz. Es ist ein ethischer Gesichtspunkt das Ziel voranzusetzen und es ist ein moralischer Gesichtspunkt, jemandem zu helfen und dabei das gesteckte Ziel zu vergessen.
Soldaten agieren ethisch ueber die ganze Welt, ihr handeln ist in jedem Fall denkbar unmoralisch.
Sozial-gesellschaftliche Solidaritaet basiert auf moralischen Grundlagen, auch wenn der an sich gesunde und robuste Zellorganismus dabei degeneriert, damit unsere Zukunft gefaehrdet und ist daher als ethische Grundlage nicht akzeptabel.