Lebensbeginn und Tod

Die Geburt und der Tod organischens Multizellerlebens sind in eine Wolke gehuellt. Im ersten Fall – zur Konzeption – noch ist nichts da und im zweiten Fall, der Tod, da ist nichts mehr. Keine Markierung sagt uns von sich aus, wann das Leben began und keine Markierung, abgesehen von unserem leblosen Koerper zeigt an, dass das Leben beendet ist.

Wir koennen entsprechend dem vorher Geschriebenen mit wenigen Worten erklaeren, warum Leben und und Tod nicht registriert sind in unserem Praegungsprozess, aber eine solche Darlegung waere wegen der Kuerze nicht befriedigend. Ausserhalb dieser Aura organischen Lebens laesst nichts erkennen, dass organisches Leben eine bevorzugte Stellung einnimmt, auch wenn unsere auf Individualitaet angelegte mutmassliche hoehere Wertstellung das nicht behagt, wenn wir praktisch mit Huehnern oder Loewenzahn gleichgestellt werden.

Es hilft nicht zu sagen, dass Huehner oder Loewenzahn sich ihrer selbst nicht bewusst sind, dass ihnen Gewissenhaftigkeit und Bewusstsein fehlt und dass wir ein besseres Schicksal verdient haben, weil wir uns mit vollem Bewusstsein den Fragen des Lebens widmen. Dies ist jedoch nicht sehr ueberzeugend zu erwaehnen, weil naemlich Huehner und Loewenzahn auf ihrer Entwicklungsstufe sehr wohl mit ihrem Bewusstsein umgehen koennen, denn deren Umweltsbewusstsein und einige ihrer Sinne sind den unsrigen voraus.

Die Frage nach Leben und Tod ist wahrscheinlich das am meisten besorgniserregende Thema in unserem Leben; manchmal verdeckt gehalten, besonders in juengeren Jahren aber zu manchen Gelegenheiten birst es dann ungehemmt heraus. Die meisten Menschen leben in einer ruhigen und abgestimmten Furcht und erwarten geduldig auf ihr Ende. Andere halten sich blind an Religionen, von denen jede einzelne ueberzeugt ist selbst die einzig richtige Ueberzeugung zu vertreten. Das koennte bedeuten, die meisten Menschen unterliegen einem Irrtum, denn sie haben sich vertrauensvoll an den falschen Glauben gehalten: denn wenn alle Religionen eine Monopolstellung fuer Wahrheit einnehmen zu vermeinen, kann letztlich nur eine Richtung wahr sein. Die religioesen Rituale sind ausgelegt, die bohrende Frage nach der Ewigkeit aufzuweichen und sie versprechen zu vertrauen, dass es moeglich ist einen Platz im Himmel zu sichern.

Weniger Menschen sind es, die religioese Theorien mit Distanz betrachten und entspannt und mit stoischem Gleichmut ihrem Schicksal in die Augen sehen und dabei nicht blinken.

Der Schmerz fuer immer Abschied nehmen zu muessen koennte noch viel schwerer sein, denn einige Praegungen treten in Bereitschaft, die die harte Realitaet etwas umwoelken. Diese Praegungen sind geschaffen um in schwierigen Situationen das Gleichgewicht zu behalten. Jemand, der ernsthaft behindert ist, ist sich durchaus seiner Situation bewusst und reagiert gemaess seiner charakterlichen Einstellung auf die umliegenden detaillierten Dinge genauso wie jemand, der wirklich fit ist und der seinen Herausforderungen im Leben begegnen muss. Vom Blickwinkel des Gesunden ist das Leben des Behinderten miserabel, vom Gesichtspunktes eines philosophierenden gesellschaftlichen Aussenseiters, ist der Gesunde, der seinen Dingen in der Gesellschaft nachgeht, der wahrhaft Bedauernswerte. Der gleiche Philosoph koennte sagen, dass der Behinderte nimmt Einschraenkungen hin aber ist wegen seiner tapferen Haltung der Beneidenswerte. Der Gesunde betrachtet den philosophierenden Aussenseiter als mental gestoert.

Jemand, der chronisch unter somatischem Stress steht, begrenzt seinen Radius auf die Faehigkeiten, die er wahrnimmt unabhaengig von der Bedrohlichkeit seines Leidens und mag dabei sogar relativ ausgeglichen sein; jedenfalls wuerde er nicht seine ‚wahre‘ Situation erkennen.

 

Es sind die untroestlichen Momente im Leben, wenn wir Nahestehende verlieren und wissen, dass es eine Rueckkehr nicht gibt. Der emotionelle Stress und das Bewusstsein unserer Sterblichkeit ist ohne Zweifel das schwerste Gewicht auf unser sonst unbehelligtes Dasein und ist ein dunkler Kamerad fuer ein ganzes Leben, dessen Blick ueber unsere Schultern uns unangenehm ist.

Die Ueberbleibsel unserer Koerperhaftigkeit sinken in die Erde zurueck and wir hoffen, die Seele wandert in den Himmel.

Jemand, der zunehmend in ein Koma verfaellt, empfindet immer noch Details, aber verliert Kontrolle ueber sich selbst und seine wahre Situation. In letzten Momenten mag er noch einige Aktivitaeten ausueben, die vielleicht peinlich oder laecherlich sind, aber das ist sein Blickwinkel, denn er haelt waehrend des Sterbens auf diese Weise das Gleichgewicht mit sich selbst und mit seiner sich verringernden Ueberlebenskraft ist er dadurch in der Lage, die Schwere seiner Situation abzumildern. Er wuerde nicht derartig entspannt sein, wenn ihm klar waere, dass er am Abgrund des Big Hole steht und jeden Moment ueberfallen koennte.

Der Author versuchte sich mit jungen Bullen auf der Weide zu unterhalten: „Ihr seid so voll von Energie und so uebermuetig im vollen Sonnenschein, aber euer Hirn ist so widerlich klein. Ihr werdet bald das letzte Mal voll verzweifelter Energie um euer Ueberleben kaempfen, dann wenn ihr in dem engen Kanal den kalten metallenen Schussappararat auf euerm Kopf fuehlt. – Haut ab, rennt, brecht die Umzaeumung, aber wartet nicht, spielt nicht eure uebermuetigen pubertaeren Spiele miteinander. Das Ende mag so oder so bald da sein, aber zeigt, dass ihr mehr koennt!“ Sie machten aber keine Anstalten wegzulaufen und spielten stattdessen ihre duemmlichen Kraftspiele weiter – die Schlachtung war fuer naechsten Dienstag um 9 Uhr angesagt.

Es ist schwierig sich die Realitaet vor die Augen zu fuehren, wenn wir nicht wissen, was Realitaet ist. Unser Hirn ist umwoelkt, wenn es um Realitaet geht.

Patriotische, ins Herz gehende Lieder und und die aufruettelnde Dudelsackmusik sind die duemmlichen Narkotika in den engen Schuetzengraeben in Stalingrad, an der Somme und den Dardanellen und von dort aus springen sie dann direkt in das Feuer der Maschinengewehre. – am Dienstag um 5 Uhr morgens – ein paralleles Bild.

Die heutigen Narkotika sind Selbstgefaelligkeit und die Kugeln sind die heftigen Ansprueche an eine bereits bankrotte Gesellschaft. Ein Tanz ums Grab.

Wir haben alle Gruende anzunehmen, wie wir unsere Empfaengnis und deren verschiedene Prozesse auf die Minute genau errechnen und verfolgen koennen so ist das Ende unseres Lebens auch bereits festgelegt, aber wir haben keine Methode zur Verfuegung das genau zu erfahren.

Die Furcht vor dem Tod und die Hoffnung auf einen Retter sind sehr rudimentaere Praegungen fruehen organischen Zellebens. Diese Praegungen sind sehr tief verwurzelt und verbreitet in allen Kulturen zu den verschiedensten Stadien, so dass wir vermuten – aehnlich wie mythologische Sagen – und es es offen halten muessen, dass sie eine verborgene Wahrheit darstellen. Wenn organisches Leben, zum Beispiel, bereits vor dem Big Bang bestand, dann bestaende zumindest die Moeglichkeit, dass sich waehrend des letzten galaktischen Aeons fortgeschrittenes Leben entwickelt hatte aber den katastrophalen Umbruch nicht ueberlebt hatte; wenn naemlich die Superioritaet der Materie zum Ende kam und durch die neue Herrschaft der Strahlungen abgeloest wurde. Solch ein hoeher entwickeltes Stadium ist schwer zu beschreiben, weil wir keine oder kaum Hinweise haben und uns bleibt nichts anderes moeglich, es als goettliche Kraft zu bezeichnen. Wir haben in religioesen Mytholgien viele gesellschaftliche Entwicklungen widergespiegelt, so dass die originaeren Wurzeln verdeckt sind. Wie bereits vorher genannt, es besteht kein Zweifel, dass die aeltesten Praegungen anorganischer Natur sind. Die spaeteren Praegungen enthalten die Charakteristik von Strahlung. Insbesondere ist es intelligenter Anspruch, der mit allen Schattierungen neuerer Praegungen das Bild frueherer Praegungen aendert. Daher ist kaum moeglich, dass eine Lebensform, die auf Intelligenz basiert, bereits waehrend des vorhergehenden Aeons entstand. Das vorhergehende „goettliche“ Machtzentrum wuerde dann als Raum und Zeit reduzierendes operierendes vegetatives Imperativ gelten. Auf jeden Fall haette eine solche vegetative goettliche Macht in dem vor 13.82 Milliarden Jahren begonnenem neuem Stadium den noetigen Einfluss verloren zu regieren, aber es mag noch in unseren Genen weiterleben. Es gibt zu denken, dass wir in unserer gewissermassen in Isolation befindlichen Welt in sich ausdehnenden Zeit- und Raumbegriffen existieren, aber, wie wir im letzten Kapitel sahen, dass ist nicht der Fall, wie Materie ausserhalb unserer erdlichen Sphere operiert. Dieser Punkt des Raumes und der Zeit ist letztlich noch nicht fertig durchdacht aber waere ein aussagefaehiges Merkmal fuer Zuordnungen. Ein neues goettliches Zentrum basiert auf Strahlungskraft – wenn es ueberhaupt als ‚goettlich‘ existiert – und ist robust, gnadenlos und unueberlegt – das ist nicht die Charakeristik heutiger Religionen.

Was macht die Erde so attraktiv, dass wir dagegen ankaempfen sie verlassen zu muessen? Betrachten wir die irdischen Konditionen, die Materie, aus der wir geformt sind und die ein Teil von uns ist, als unsere Heimat, als unseren ureigenenen Platz? Dies ist eine grosse Wahrscheinlichkeit. Es ist schwierig gerade heraus die Form und Weise unseres Nachlebens zu schildern. Die Art der Fragestellung entscheidet bereits die Antwort. ---

Einige Religionen sprechen ueber die Leistungen, die man im Erdenleben erreichen sollte um sich danach eine ewige Rettung zu verdienen, andernfalls wird man in die Hoelle geschmissen.
Was und wie auch immer wir die Dinge drehen und wenden, es ist einfach nicht zu verleugnen, dass irdisches multizellulares Leben mit der Empfaengnis geschaffen wurde als eine physische und psychische Einheit und ist beendet mit dem physischen Tod. In Kontrast stehen dazu die biologischen Zellen, die halb-unsterblich sind durch unendliche Zellteilung und die dadurch das Problem der physischen Begrenzung bewaeltigen.

Im vorhergehenden Kapitel haben wir einige Aspekte der Zellpraegungen behandelt. Wir sollten nun etwas weiter gehen. Die Substanz der sich moeglichweise entwickelnden Pre-Zellen basiert auf Materie. Die bahnbrechende neue Errungenschaft ist die Faehigkeit Nahrung verarbeiten zu koennen in Form von Licht oderr chemische Substanzen wie Schwefel, aber auch hier wie in anderen Mutationen, gibt es eine graue Zone der Ambivalenz. Ist dies bereits die frueheste vorstellbare primitive Form des organischen Lebens oder ist es immer noch Materie, wobei einige rudimentaere Funktionen zusaetzlicher Energieversorgung dazu addiert wurden fuer diesen anorganischen und von Strahlung beeinflussten Koerper.

Wenn wir schlussendlich die Linie ueberschreiten, nennen wir es auf RNA basierendes organisches Leben, wobei der einfachste auf Praegungen basierende metabolische Prozess stattfindet. Also die scheinbare langlebigen biologischen Zellen sterben wie es der Hayflick Test bewiesen hat. Nach ungefaehr 50 Zellteilungen stirbt der verbleibende muetterliche Teil ab, aber durch Klonen lebt sie weiter mit all ihrer individuellen Charakteristik. Andere Zellen praktizieren Unsterblichkeit durch das Enzym Telemorase, welches in der Lage ist DNA-Stammzellen zu reparieren und vermeidet dadurch Tod durch Senescence (Alterserscheinungen) oder Apoptosis (programmierter Zelltod), vermeidet aber nicht zur Beute fuer andere Organismen zu werden. Krebszellen sind ebenfalls unsterblich. Winzige multizellulare Lebewesen wie die Qualle Turritopsis nutricula und die ‚kleinen Baerchen‘ Tardigrades, sind durch Einwirkung von Telemorase unsterblich, aber davon betroffen von anderen Organismen verzehrt zu werden. Hier hat multizellulares organisches Leben den Sprung in die Unsterblichkeit geschafft und wird eifrig von menschlichen Forschern studiert um diesen Fortschritt kopieren zu koennen.

Dieses trifft jedenfalls nicht zu fuer den glycoladehyde Klacks als Basis fuer Metabolismus und den doppelten DNA Helix, weil es sich nicht aufteilen – Klonen - kann. Wenn gestorben sinkt es zurueck woher es einmal kam. (Man sollte jedoch hier erwaehnen, dass unter veraenderter Umwelt und unter anderen Umstaenden, dies mag variieren.) Das bedeutet, wenn das erste als Leben zu bezeichnender Organismus die rote Linie ueberquert hat von der als Materie zu bezeichnenden Vorstufe, und wenn dieser Organismus stirbt, mit oder ohne Klonen, es wird als Materie dorthin zurueckkehren, woher es kam. Anders ist es mit der Urpraegung des metabolischen Prozesses als fest angesiedelter Teil der Strahlung,es kann nicht in die Erde zuruecksinken, es hat eine spirituelle Aura, es ist geschaffen durch bestrahlte chemische Prozesse der materiellen Zelle und ist mit dem Tod des Gastgebers ‚frei‘. Nur weil es in unseren Augen gewichtslos und unsichtbar ist, kann man nicht einfach die Existenz als Praegung verleugnen. Diese elementare metabolische Praegung in ihrem gelebten Rahmen hat keine andere Wahl als dorthin zurueckzukehren, woher sie kam naemlich aus Zeit – und Raumlosigkeit.

Das, was einst ankam als reine Strahlenkraft kehrt nun in einem spirituellen Zustand zurueck, bereichert um metabolische Erfahrungen, die aus in der Paarung mit Materie entstanden ist. ‚Spirit‘ oder ‚Geist‘ koennte bezeichnet werden als Strahlungskraft mit zusaetzlichen Attributen. Strahlung ist seelenlos aber wird geadelt durch Sinngebung.

Unser Kontakt mit Verstorbenen ist auf dem Niveau, dem wir hier auf der Erde entsprechen und das bedeutet, diese spirituellen Kontakte entsprechen zutiefst unseren eigenen Praegungen und verweigern Kontakte, denen wir mangels eigener Praegungen nicht entsprechen koennen. Wenn wir in einer unvorherhersehbaren und ploetzlichen lebensgefaehrdenden Situation gerettet werden rein durch einen gluecklichen Umstand, waren in Wirklichkeit unsere eigenen Praegungen offen die spirituelle Nachricht, was zu tun sei, aufzunehmen und zu reagieren in Nichtzeit - in Zeitlosigkeit.

 

Menschen nahe dem endgueltigen Tod, die aber ueberlebten, berichten von Bildern aehnlich diesem Foto. Dies passierte auch dem Autor dieser Schrift vor Jahren und er erinnert sich, nicht mehr rueckkehren zu wollen.

Es gibt kaum einen Zweifel, dass es moeglich ist mit irdischen Verstorbenen, mit denen eine enge Beziehung besteht, in Kontakt zu treten. Es ist noetig fuer solche Signale offen zu sein – die meisten sind es nicht.

Es ist haeufig der Fall, dass diese spirituellen Verbindungen besorgt sind ueber unser Wohlergehen und bereit sind zu unseren Gunsten einzugreifen, aber auf immaterielle Weise. Genauso koennen solche Kontakte dazu fuehren, zweifelhafte Dinge anzugehen mit allen Folgen. Diese Einfluesse moegen aus einer materie - und moralfreien Umgebung stammen und deren Handlungen sind naiv und ausgerichtet entsprechend der Qualitaet der Praegungen. ‚Spirits‘ moegen die schwere Erde an unseren Stiefeln missen und wirken, als ob sie Kenntnis der verlorenen Gelegenheiten haben und helfen wollen, es besser zu tun.

Dies ist die persoenliche Erfahrung des Authors, der durch einen Schlaganfall dem Tod nahe kam. Sequenz des Ablaufs: Bewusstsein gestorben zu sein, schneller Ueberblick ueber Leben und offenstehende Dinge aber sie als unerheblich empfunden, Suche nach dem Griff einer schwarzen surrealen Tuer, bei Oeffnen der Tuer klar im Bewusstsein die Todeszone zu betreten, ein einladendes helles Licht fuellt den Gang und die ferne Halle, dann - unwillig –zurueck ins Leben, wie ein kurzer Schlaf.

Diesem Erlebnis kann noch hinzugefuegt werden, dass eine erfahrene kardiologische Krankenschwester zugegen war, die genau wusste, was bei Schlaganfall zu tun ist. Daher geht dieses Geschehene noch ein Stueck weiter, weil es eine vollkommen arglose Person miteinschliesst, die dann taetig wird und entscheidend ist die Person zu retten. Ein Spirit machte es moeglich die Anwesenheit einer solchen Krankenschwester zu strukturieren in dieser Notsituation. Dieser unglaubliche Prozess gewinnt noch dadurch, dass die Krankenschwester gerade in diesem Moment eintraf. Folgerichtig muss man sagen, dass der Schlaganfall fuer die betroffene Person eine Ueberraschung war aber nicht fuer den helfenden Spirit, denn die Krankenschwester wusste nicht, dass sie aufgerufen wuerde zu helfen. Als Spezialist hatte sie dann die Erfahrung bestimmt und erfolgreich zu handeln und rettete nicht nur das Leben des Betroffenen aber verhinderte auch jeden weiteren Dauerschaden.

Die Momente vor dem Uebergang zum Tod sind angstvoll, der Uebergang selbst ist neutral mit Blick darauf sich bewusst zu werden, gestorben zu sein. Die Verbindung zu irdischen Angelegenheiten – ein schneller Rueckblick auf das Leben, Beziehungen und unerledigte Dinge verlaeuft schnell und emotionslos. Fuer den Author kam in diesem Ablauf niemals das Gefuehl auf, das Leben endgueltig abgeschlossen zu haben.

Wenn transzendale Dinge diskutiert werden, kann es leicht dahin fuehren ein wolkiges Phantasieprodukt zu werden und man verliert dabei den Bezug zur harten Realitaet. Man sollte sich bei solchen Diskussionen mit Vorsicht bewegen. Auf der anderen Seite, alles, was ungewoehnlich ist, als ‚Zufall‘ zu bezeichnen, wenn Skeptiker sich hinter pseudo-wissenschaftlichen Verneinungen verstecken, weil es ausserhalb ihres eigenen begrenzten Radiuses fuer sie unuebersichtlich wird, ist gleichermassen gedankenlos.

Es ist nicht nur seit Einsteins beruehmter Bemerkung: „Gott wuerfelt nicht“, dass seit Jahrtausenden Denker verschiedenster Kulturen zu dem Schluss kamen, dass Zufall nicht existiert. Im Volksmund wird es Zufall genannt, weil in derr Sphaere, in der wir leben, eine andere Erklaerung nicht handlich ist. Zufall existiert nicht – es ist so einfach.

Die andere Seite himmlischer Ewigkeit muss auch genannt sein: Das Reich der elektromagnetischen Wellen ist wurzellos und ruecksichtslos, gnadenlos und gedankenlos, es ist ein fluktuierender und brillianter Leitstrahl, waehrend Materie mit ihrer unabaenderlichen Schwerfaelligkeit nichts anderes zu vermoegen scheint als Stabilitaet und Langeweile zu verursachen.

Die Urpraegung ‚Charakter‘ ist eng mit seinem Leitbild ‚Materie‘ verbunden, ein starker Ausddruck dieser Substanz. Als es zur Fusion mit Strahlung kam wurde Materie inspiriert durch Strahlung und nicht umgekehrt. Materie kann niemals Strahliung inspirieren, da sie traege ist. Aber Materie ist sehr gut in der Lage geraden Strahlung zu irritieren, wie wir seit einstein’s Formulierung der Relativitaetstheorie wissen.

Das Thema dieses Kapitels: „Humanethologie: Leben und Tod“ gewinnt nun mehr Komplexitaet. Man koennte den Beginn des Lebens als ‚Verschmelzung von Materie und Strahlung‘ benennen und den Tod als ‚Entflechtung von Materie und Strahlung‘.

Diese Irritierungen der Strahlungen und das bestaendige Haemmern der Traegheit durch beide Prinzipien, fuehrt zur Herausbildung des ‚Spirit‘ (Geist oder Seele sind sinngemaess nicht die richtigen Bezeichnungen, das erstere erscheint zu intellektuell, das zweite zu emotionell - ). Sie sind der Grund fuer notwendige aber schmerzhafte Anpassungen fuer organisches Leben aber parallel auch fuer anorganische Prozesse.

Die geniale Erfindung der Zellteilung macht es den Zellen moeglich halb-unsterblich zu sein; es waehrt bereits ueber Milliarden von Jahren fuer alle heute lebenden Organismen und die weniger harmonische Erfindung des Multizellers ist, ungluecklicherweise fuer uns, eine sehr kurze Erfahrung, aber aufregend, da es entweder aufgrund eigener Verantwortungslosigkeit bereits in Kuerze zuende ist oder eine goettliche Entwicklung einleitet.

Mit dem Tod wird die materielle Substanz organischen Lebens zur anorganischen Materie, Praegungen, der Ausdruck geadelter oder erfahrener Strahlung, kehrt als Spirit in das Reich der Strahlungen zurueck.

Der Punkt kam auf, dass das Rahmenwerk der Patterns selbst materielle Substanz ist, geformt als doppelter Helix ist physisch gesehen Materie. (Dieser zweifelnde Gedanke kam dem Author beim Abfassen der letzten Saetze und beunruhigte ihn. In der Nacht traeumte er sehr realistisch von einer Geschwindigkeitskamera erfasst worden zu sein, und als er hochguckte, schoss die Kamera ein zweites Mal um sein Gesicht zu erfassen und zu beweisen, dass er der Fahrer ist. Surreal war, dass sich das Ganze im Garten abspielte. Dieser Traum war eine typische spirituelle Nachricht: Das materielle Rahmenwerk des DNA Helix bleibt Materie und wird vergehen, aber es wird ‚fotografiert‘ in Form der umgebenden Aura und ist auf diese Weise dem materielosen Spirit zugeordnet. Das irreale Geschehen im Garten sagt, dass es sich um eine sehr persoenliche Angelegenheit handelt und nicht um ein oeffentliches Fehlverhalten. Wir werden staendig bombardiert – mit oder ohne Traum – mit Direktiven. Der Punkt ist nur, wenn wir keine Fragen stellen, erscheinen Nachrichten sinnlos und werden nicht weiter verfolgt, sind schnell vergessen.

Es ist ein notwendiger und ehrlicher Hinweis: wir sind gehalten waehrend unseres Aufenthaltes auf der Erde Qualitaet zu gewinnen. Es ist uns erlaubt sie mitzunehmen.

Ein Skeptiker koennte einwenden: „Wenn ich sterbe, alle Zellen sterben mit mir und das Ding mit der ueberlebenden Seele waere wuenschenswert, ist aber nicht anderes als eine haltlose Spekulation.”
Die Erwiderung lautet: “Es beginnt immer mit demselben Argument. Ich kann nicht sterben und alle Zellen im Universum mit mir. Ich bin selbst die Zellen - es gibt kein Ich separat von den Zellen.“
Weiterhin: „Wer sagt denn, dass deine koerperliche oder seelische Beschaffenheit als biologischer Multizeller fuer einen moeglicherweise ueberlebenden Spirit qualifiziert ist? Was moechtest du ueberlebt wissen? Deine so huebsch geformten Beine und die grossen Augen, deine vitale Maennlichkeit, deinen schicken Haarschnitt, deine Attraktivitaet auf Maenner, deine Soap-Operakenntnisse, deine Urlaubserlebnisse oder deine Karriere und Liebe fuer Wagen? - Aha – das alles nicht, sondern etwas Ewiges, was Ewiges? Angst ist ewig! Ueberheblichkeit ist ewig! Weisheit und Bescheidenheit sind ewig. Welche wolltest Du verewigt wissen? Mit anderen Worten und positivem Verstaendnis fuer deine heikle Lage, du verkoerperst auf dieser Welt eine temporaere kurzlebige Moderichtung einschliesslich geliebter sozialer Komponenten und die moechtest Du verewigt wissen. Ich weiss nicht, ob das so einfach geht. Etwas musst du als selbsternannte Kroenung der Schoepfung vielleicht auch dazu leisten wollen.”

“Davon einmal abgesehen, du lebst wirklich auf dieser Erde bereits seit einige Milliarden Jahren, hast vorher auf verschiedenen Himmelskoerpern gewohnt, du hast den Big Bang bereits erlebt und ueberlebt. Ueberlebt, wenn das naemlich nicht der Fall waere, waeren wir beide nicht hier. Jeder Mensch, jedes Tier, jede Pflanze reicht ueber die verwirrenden evolutionaeren Wege zurueck bis an den Anfang.“

"Wie auch immer, du wirst nicht sterben, weil die Quelle der Energie, die zu deinem Leben als Mensch beitrug, auch fuer dich der Platz ist, wohin Du zurueckzukehrst. Aber dann ist es nicht laenger reine Strahlung, du kehrst als Seele zurueck und bist begleitet von Deinen Qualitaeten entsprechend Deinem Leben auf der Erde. Hier auf der Erde hast du die Chance Qualitaet zu gewinnen.“

"Du kannst dich beglueckwuenschen schom Milliarden von Jahren zu leben. Dein Leben begann als ein unwissender glycolaldehyde Klacks und von dort ausgehend wurdest du ein reise – und lebenserfahrenes Individuum und in dieser ganzen Zeit hat die geniale Erfindung der Zellteilung dir es ermoeglicht der Mortalitaet zu entgehen. Wie auch immer, auch wenn du Milliarden von Jahren lebst, am Ende bleibst Du sterblich, aber das braucht dich jetzt nicht zu beunruhigen. Wir nennen es Semi-Immortalitaet.“

"Hast du Furcht und bist du erschrocken ueber Begrenzungen nach dem Erdenleben?“

Der abschliessende Punkt dieses Kapitels ist es nach dem Ableben etwas ueber das neue Domizil zu sagen und der Situation, der man begegnet. Wir koennen uneingeschraenkt sagen, Leben ist nicht beendet mit dem Tod des Multizellers. Zwischen Verstorbenen und Lebenden besteht ein reger Kontakt, mehr als wir bereit sind zu glauben und weiterreichend, als wir zugeben wollen. The materielle Teil, die sterbliche Huelle, verbleibt dort, woher sie gekommen ist. Die Strahlungsenergie kehrt auch dahin zurueck, woher sie gekommen ist. Das Rahmenwerk der Pattern, die Seele und eigentliche Individualitaet, findet nur bedingt ein Domizil im Bereich der Energie. Der erste Grund ist der Promethean Anspruch ist nunmehr ausgelebt und nicht gutgeheissen. Zweitens, das Leben war gewohnt sich in einer moralisch gepraegten Umgebung aufzuhalten, die schonungslose Ruecksichtslosigkeit, die Gedankenlosigkeit der Energie wuerde dazu fuehren, endlosen Verfolgungen ausgesetzt zu sein. Die zum Spirit aufgestiegene Seele, muss sich einen Weg suchen zwischen Energie und Materie. Vom Prinzip ist die Seele auf einem goettlichen Niveau und ist in der Lage zeitgleich und raeumlich das ganze Universum zu umfassen und die Ausdehnung und das wieder Zurueckziehen mitzuerfahren in einer zeitlosen und raumlosen Umgebung. Aber es ist nicht befaehigt Materie zu veraendern oder damit umzugehen. Es kann keine Felsen bewegen, was Strahlungsenergie kann, es kann keine Lichtwellen umformen und verzerren, was Materie kann.
Wenn ueberhaupt, es muss lernen beide elementare Kraefte zu ueberzeugen es in seinem Auftrag zu tun zu tun, und wie es immer mit Eltern oder auch Nachbarn ist, manchmal bestehen Animositaeten, haeufig bestehen auch gute Kontakte. Dies ist die eigentliche Aufgabe waehrend der Erdzeit, die in universalen Begriffen, wie eine Schwangerschaft ist und die wahre Realitaet setzt danach ein. Es geht darum Anlagen zu entwickeln und foerdern, die nach dem Ableben dringend gebraucht werden. Das weitere Leben als Spirit ist eine Oktave hoeher, aber unterscheidet sich sonst garnicht einmal so sehr, aber die Anforderungen an den eigentlichen Charakter werden schaerfer. An diesem Punkt sind wir von Mutter Materie verwoehnt und das geht nicht durch so einfach, wier wir es gewohnt sind.
Nichts ist so schwer zu ertragen als hilflos in die Gegebenheiten der beiden Maechte zu fallen: Beide bemuehen sich den Spirit einzuverleiben: Materie moechte aus dem Spirit ein Stueck seelenlose Materie machen, und die Energiestrahlung es als gedankenlosen Pfeil durch das Universum zu schiessen. Das ist die eigentliche Herausforderung: charakterlich fit und dankbar beiden elterlichen Kraeften zu sein, ungeachtet derer Schwaechen die Unabhaengigkeit zu bewahren. Es kommt nicht darauf an, wie man seine Charakterstaerken etabliert und welchen Vorstellungen man folgt, es kommt darauf an, dass es bescheiden und ehrlich geschieht.

Somit kann festgestellt werden, dass das neue Domizil ueberall ist und sich in der Umgebung aufhaelt, die der eigenen Entwicklung entspricht.
Moralische Ueberlegungen und ethische Richtungen verschmelzen zu einem Punkt. Das macht organisches Leben einzigartig, schliesst den Kreis und ist potentiell eine bis dahin nicht gekannte spirituelle Kraft.