Praegungen

Das Ansetzen von Praegungen ist Thema fuer Ethologie und fuer Humanethologie. Der Gruender der Ethologie, Prof. Konrad Lorenz, sah die Erforschung von biologischen Verhaltenspraegungen als seine Lebensaufgabe und erhielt 1973 den Nobelpreis in Anerkennnung “fuer Entdeckungen in individuellen und sozialen Verhaltenspraegungen”. Es waere schoen diesem noblen ethologischen Weg folgen zu koennen und dabei das Thema der Erforschung der Wurzeln aller Praegungen, den Urpraegungen, auszuweiten, dadurch, dass wir in die praehistorische biologische Zellentwicklung zurueckschauen.

Das Ansetzen von Praegungen ist ein natuerlicher Vorgang um das eigene Wesen zu etablieren und es gegen Aufloesung zu schuetzen. As allgemeine Regel gilt, dass Praegungen aufgrund erstmaliger Erfahrung erfolgen und im Wiederholungsfalle solche Praegungen verfeinern. Es ist auch kein Privileg organischen Lebens, der gesamte materielle Kosmos handelt nach diesem Prinzip. Wenn ein scharfkantiges Stueck Granitgestein an die Oberflaeche der Erde gelangt und Wind und Wasser ausgesetzt ist, wird es in vielen Jahren rundgeschliffen. Die Elemente glaetten die Oberflaeche und verringern damit den Widerstand gegen Wettereinfluesse und dadurch wird die Lebensdauer des Steins verlaengert. Das gleiche bezieht sich auf das Universum – Himmelskoerper sind meistens rund. Wir koennen nicht sagen, das rundzuformen eine Erfindung des scharfkantigen Gesteins ist, ebenso wie Praegungen keine Erfindung organischen Lebens sind. Sie entsprechen den Gegebenheiten. Praegungen verringern die Breite der Handlungswahl aber erhoehen Wirksamkeit und Schnelligkeit der Reaktion. Das heisst weiterhin, Praegungen fuer organisches Leben koennen moralisch oder ethisch vieldeutig angelegt und insofern nicht so einfach zu kategorisieren sein, aber sie sind effizient fuer einen kuerzeren oder laengeren Zeitraum.

Oszillierende elektromagnetische Wellen setzen sich heftigst mit der Traegheit der Materie auseinander. Materie ist Substanz und diese Substanz ist traege und nur ein kleinerer Teil des jetzigen Universums, der groessere Teil ist ‚schwarze Materie‘. Substanz wird durch Schwerkraft extrem zusammegepresst und steht unter einem gewaltigen Druck, den Black Holes, den wir kaum mathematisch erfassen koennen: Raum und Zeit werden absorbiert. Dann setzt die Reaktion ein, moeglichweise ausgeloest durch elektromagnetische Strahlung oderals Reaktion auf hohen Druck, zum Beispiel,und Materie explodiert in einem riesigen und feurigen Inferno,mit Geschwindigkeiten ueberhalb der des Lichts. Das ist der Big Bang, der vor 13.82 Milliarden Jahren einsetzte. Diese unaufhoerliche bis zum aeusstersten getriebene Anspannung, das windelweich kneten und das bedingungslose Einhaemmern auf die Traegheit der Materie fuehrt dazu Verteidigungsmechanismen anzuwenden, die es moeglich machen den Fortbestand anorganischer Materie zu sichern. Solche Verteidigungsmechanismen finden ihren Ausdruck in Urpraegungen. Das andauernde Ringen anorganischer Materie mit Strahlung ist auf die biologische Zelle als Urpraegung mit uebernommen worden, dazu noch zwischen dem Zusammenprall solcher Kraefte eine eigene Existenz zu sichern, und dabei hat sie es immerhin geschafft mindestens vier Milliarden Jahre zu ueberleben. Wahrscheinlich jedoch ist diese Zellexistenz viel aelter; nach den erfolgten Praegungen zu urteilen, koennte sie bis vor dem Einsetzen des Big Bang reichen, aber in dieser Einschaetzung ist ein spekulatives Element mit eingeschlossen. Die Dechiffrierung der aelteren genetischen Codes zeigt naemlich Umstaende an, die dem Big Bang Ereignis gleichzusetzen sind, aber Zeitangaben gibt es grundsaetzlich nicht und es muss insofern muehsam aus der Charakteristik der Ereignisse – wie ein Puzzlespiel - zusammengestueckelt werden. Es ist schwierig zu entscheiden, ob Multicellular- oder Einzelzelleben der Materie oder der Dynamik elektromagnetischer Strahlungen mehrheitlich zugeordnet werden sollten. Klar ist, dass das Fundament organischen Lebens dem anorganischen Bereich entstammt und dass „Zielsetzung“, zum Beispiel, dem Bereich der Stahlungen zugeordnet ist.

 
Das Ausformen von Praegungen ist kein Erfindung organischen Lebens. Wie die Sandwellen am Strand, in der Luft segelnde Blaetter oder gerundete Steine, Praegungen zu entwickeln erscheint nutzvoll - wenigestens fuer eine unbestimmte Frist – Eigenstaendigkeit zu bewahren bevor Naturelemente sie endlich doch zerstoeren. Unsere menschlichen Praegungen sind ganz einwandfrei von anorganischer Materie kopiert.
 

Eine immer wiederholte aesthetisch Form ist das hier gezeigte Bild des aufgerollten Schwanzes eines Salamanders, aehnlich geformt wie ein Foetus, Galaxien oder Ammoniten. Photo: Michael Taylor

 

Das Kristall einer Schneeflocke ist ein geometrisches Wunderwerk. Photo: Kenneth G. Libbrecht – Snowcrystals.com

 

Dies ist das sehr anschauliche Foto des pflanzengleichen Wachstums eines Dentritic pyrolusite Minerals, das zum Verwechseln aehnlich auch eine fossilierte Pflanze haette sein koennen. Wer hat wen kopiert? Die Pflanze hat kopiert, weil das Mineral soviel aelter ist. Aber es zeight auch, dass die Pflanze ueber das gleiche Pattern verfuegt. Foto:Aramgutan, Solenhofen Germany

 

Dieses Stueck eines Quartzminerals waechst in einer geometrischen Form. Auffallend ist, dass spiegelbildlich auf beiden Seiten – rechts und links – gleichzeitig zwei Arme wachsen. Foto: Didier Descouens Herault, Languedoc-Roussillon

Gesamthaft gesehen koennen biologische Zellverbaende oder Einzelzellen deswegen nur schwerlich eingeschaetzt werden, welcher Klassifikation sie unterliegen und aus welcher Quelle sie ihre Chrakteristik beziehen. Da sie gezwungen waren Urpraegungen aus dem anorganischem Bereich als Werkzeuge zum Ueberleben einzusetzen, waere es erklaerbar, dass sie vegetativ der Welt der Materie naeherstehen als der Dynamik elektromagnetischer Wellen. Auf der anderen Seite erscheint es fast undenkbar, dass elektromagnetische Wellen an Praegungen orientieren, die der Materie entstammen.
Es is vorstellbar, dass elektromagnetische Strahlungen ihre Orientierung durch das unablaessige Haemmern der Traegheit der Materie finden. In einem materielosen Universum Strahlungen wuerden in Chaos versinken. In einem strahlungslosem Universum, Materie wuerde durch Schwerkraft ganz einfach zu einem Nichts zusammensinken. So etwas aehnliches mag vor dem Big Bang der Fall gewesen sein und Strahlungen waren dann der Ausloeser fuer eine solche gigantische galaktische Explosion.

Es kann angenommen werden, dass in periodischen galaktischen Aeonen diese beide Kraefte jeweils ihre Fuehrung wechseln. Die Periode vor dem Big Bang waere demnach ein Abschnitt, in dem Materie dominierte und die dann zu dem Black Hole fuehrte und dabei Zeit und Raum aufsog. Mit und nach dem Big Bang is es die Dominanz der expandierenden Strahlung, die Materie mit Lichtgeschwindigkeit in das Universum schleudert und dabei Raum und Zeit schafft. In einem kuenftigen Zeitabschnitt wird dann die Kraft der Strahlungen ermueden und das gesamte Universum faellt wieder zusammen.

Wir befinden uns jetzt in einem galaktischem Zeitabschnitt, der durch expandierende Strahlungen Materie umformt. Das bedeutet die Schaffung von Praegungen sind Verteidigungsmechanismen fuer anorgische Materie und fuer organisches Leben, aber in einem tiefren Zusammenhang kann man auch sagen, einer substanzgepraegten Schaffung von Harmonien und Ordnung. Es beruehrt schon etwas unser Empfinden, die Formen und Figuren zu sehen, die aus der Konfrontation dieser beiden Maechte entstehen, wie Ammoniten oder zahllose wunderschoen geformte geometrische Kristalle wie die der Schneeflocken.

Ist die verzerrte Strahlung nichts anderes als der Ausgangspunkt die Traegheit der Materie in Harmonien umzuformen, aehnlich wie dem organischen Leben durch schicksalhaftes Aufruetteln die Gelegenheit zu geben, zu einer vollendeten Ordnung zu finden?

Als sich daher organisches Leben im Universum verbreitete, Praegungen waren bereits vorhanden. Sie sind keine Erfindung Orientierung und Schutz suchender winziger halb-organischer Zelleinheiten. Elementarpraegungen entstammen anorganischen Bereichen und haben sich im organischer Evolution exakt oder abgewandelt wiederholt. Sehr beeindruckend ist das Bild, dass eine fossilierte Pflanze zeigen koennte. Es ist jedoch das Mineral Dentritic pyrolusite und zeigt das Wachstum dieses Minerals, dass zu einem spaeteren Zeitpunkt offensichtlich von Pflanzen – als bereits vorliegende Praegung kopiert wurde. Aehnlich frappierend das spiegelbildliche rechts-links Wachstum eines Quartzminerals.

Man wuerde sich kaum vorstellen koennen, dass Leben so ganz ploetzlich ‚mit einmal da war‘. Es ist ein langer Prozess voll von fehlgeleiteten mutierenden Versuchen und wenn man sich die spaeteren zeitaufwendigen Prozesse anschaut, wenn Weiterentwicklungen stattfanden, wird dieser Eindruck noch verstaerkt, dass es ein langer Weg war von anorganischem Material zu primitiven halb-organischen Zellen gefolgt von modernen Eukaryotezellen; auf der Erde war das praktisch einfach nicht moeglich! Fossilierte Zellen mit einem Alter von 3.5 – 4 Milliarden Jahren wurden bereits gefunden. Das heisst die Erde war gerade 500 Millionen Jahre frueher entstanden und das ist nicht glaubhaft.

Dieser Prozess von mutierenden Versuchen bis zur sich selbst reproduzierenden Zelle mag unter solchen Umstaenden weitere 3 – 5 Milliarde von Jahren gebraucht haben. Also man sollte doch daran denken, dass Nahrungsaufnahme (durch Photosynthesis) und Reproduktion (durch Zellteilung) nicht notwendigerweise parallel liefen. Im Gegenteil, es ist nicht vorstellbar. Daher ist es fraglich, ob einige vorgefasste wissenschaftliche Meinungen, dass dieser Prozess auf der Erde stattgefunden hat und dazu noch fuer beide so wichtige Entwicklungen zur gleichen Zeit stattfand, auf keinen Fall realistisch erscheint. (Diskutiert wird u.a. die Lehm-Hypothese von Professor Cairns-Smith, als Ursprung des Lebens, die allerdings ueberholt zu sein scheint durch weitergehende Forschung. In wissenschaftlicher Forschung werden haeufig Thesen diskutiert, die bei etwas ubersichtlichem Denken von vornherein disqualifiziert werden muessten und die aber nur nach vielen Jahren schliesslich offiziell als falsch entpuppt werden).

Es erscheint realistischer anzunehmen, dass die sicherlich langwierige Entwicklung der Photosynthesis oder andere Wege der einfachsten Energiezufuhr in Form von Nahrungsaufnahme und Verarbeitung ein Entwicklungsschritt ist, der vielleicht selbst 500 oder 1000 Millionen Jahre gebrauchte, alle Fehlversuche mit inbegriffen. Es war sicherlich ein entscheidender Schritt zur Formung unabhaengigen Lebens. Ein anderer Schritt in dieser Entwicklung war die Entwicklung zu hibernieren (Winterschlaf) fuer Hunderte von Millionen Jahre, eine sehr extreme Entwicklung die Umgebung aufzunehmen und (passiv) schwierigste Zeiten des Ueberlebens zu bestehen, eine Urpraegung, die heute noch unser Verhalten ist, naemlich bei mentaler Ausweglosigkeit‚ abzuschalten‘ in Vergessen zu fallen.

Das erste organische Leben, muss unendlich weit ausgebreitet sein, so dass es ueberlebte ohne die Frage nach Reproduktion zu stellen. Parallel aber nicht kongruent koennten diese Entwicklungen stattgefunden haben – Nahrung – Schlaf und Ueberleben durch Selbstaufteilung, ein evolutionaer unglaublich weitreichender Schritt. Diese drei Praegungen sind nicht genau zur gleichen Zeit entstanden und der letzte Schritt war die Fortpflanzung. Das bedeutet, dass fuer eine lange Periode vielleicht Hunderte von Millionen von Jahren, dass Leben der Halbzelle laenger dauerte oder, dass eine Umwelt bestand, die aehnlich wie das Wachstum von anorganischen Substanzen wie Mineralien laufend neues primitives Halb- Leben erschuf Dieser letzte Punkt ist sehr wahrscheinlich und folgt auch der Logik anderer Entwicklungen. Zum Beispiel, Minerale wachsen unter Einfluss von Temperatur, Druck und verarbeiten dabei Substanzen. Mit geaenderten Umweltverhaeltnissen entstand eine neue Krise und Leben begann wiederum mit Mutationen zu experimentieren um sich selbt zu reproduzieren. Leben mutiert nur, wenn es dazu gezwungen wird; degenerierende Entwicklungen, wie wir sie im Sozialstaat heute erleben, fuehren nicht zu Mutationen. In Anbetracht, dass das semi-organische Leben sich nicht mehr wie bevor so reichhaltig durch Wachstum ausbreiten konnte aber aufgrund biochemischer Substanzen und Strahlung und in der Lage war Nahrung zu verarbeiten, ist Zellteilung ein unglaublich genialer aber wahrscheinlich schmerzhafter Schritt unabhaengiges Leben zu schaffen.

Ein zweiter Gedanke ist, dass das immer noch sehr umweltsabhaengige aber individuelle Leben gezwungen wurde sich selbst durch Zellteilung zu reproduzieren in Kontrast zu der bis dahin geuebtenNorm, sich nicht selbst zu reproduzieren. Da dies der Fall gewesen sein mag, neu geschaffenes Leben hatte immer in Verbindung zur ‚Mutter‘ zu bleiben, andernfalls haetten die bestehenden Mutterzellen nicht gemerkt, dass die bisherigen Fortpflanzungsrhythmen zunehmenden Schwierigkeiten begegneten. Das wiederum bedeutet, neues Leben entstand jeweils, gute Konditionen vorausgesetzt, auf der Basis aelteren Lebens und hat sich danach bemueht sich ebenfalls im Grund zu fixieren. Fruehes Zelleben muss sich wie ein Teppich auf dem Boden ausgebreitet haben, so wie es Pflanzen, einschliesslich grosser Baeume, durch Wurzelpropagation heute noch tun. Der Vorteil der Zellteilung bedeutet, es war nicht so eindeutig abhaengig von dem Untergrund und unternahm dadurch den entscheidenden Schritt beweglich zu werden. Mutationen erfolgen unfreiwillig und sind sehr schmerzhaft. Was war passiert? Der Untergrund war nicht mehr sicher und das ist genau die genetische Nachricht, die wir entziffern koennen nach dem Wiederaufwachen aus der langen Nirwana Periode.

Pflanzenzellen sind ebenfalls Eukaryotezellen, d.h. Pflanzen, wie wir sie kennen, sind ein Produkt dieser Erde genauso wie Tiere. Sie sind jedoch anders beschaffen. Die Vacuolen und Zellwaende, zum Beispiel, sind angepasst an die Beduerfnisse der Photosynthese und der pflanzlichen Saefteregulierung. Zellteilung findet ebenfalls statt. Das bedeutet, dass Pflanzen, generell gesehen, nach Ansiedlung in geeigneter Umwelt, zurueckgekehrt sind auf das fruehere Original der Propagation und gleichzeitig die sexuelle Reproduktion beibehielten. Dabei sind sie jedoch auf den Untergrund ihrer Ansiedlung fixiert, waehrend tierische Zellen niemals wieder auf diesen Originalzustand zurueckkehrten und beweglich blieben aber gleichzeitig die Vielseitigkeit der Ausbreitung einschraenkten.

Wichtig fuer das Thema dieser Abhandlung ist, dass organisches Leben aus anorganischer Substanz geschaffen wurde, dass organisches Leben und anorganische Materie fuer eine lange Periode als Zwischenstufe der Entwicklung kaum getrennt gesehen werden koennen, dass Grundpraegungen anorganischer Herkunft von organischem Leben uebernommen wurden, dass Zellen einfacherer Art bereits viele Milliarden Jahre existieren, wahrscheinlich waehrend eines Zeitabschnittes vor dem Big Bang entstanden sind (und es ist nicht nicht auszuschliessen,dass weiterentwickeltes Leben bereits vor dem Big Bang bestand aber diesen Umbruch nicht ueberlebte), dass pflanzliches und tierisches Leben dagegen auf der Erde vor ungefaehr einer Milliarde Jahre entstand und dabei mit Urpraegungen operiert, die auf vorhergehenden galaktischen meistens anorganischen Erfahrungen basieren.

Generell kann festgestellt werden, dass die Sequenz von Geschehnissen genetisch nicht gespeichert wurden als gleichmaessiger Zeitablauf. Je laenger die Ereignisse zurueckliegen um so kuerzer sind die Abschnitte der Speicherung. Trotzdem sind Ereignisse, die schon vor langer Zeit stattfanden nicht geballt auf einem Abschnitt konzentriert. Das heisst, auch der Big Bang mit allen vorhergehenden Anzeichen braucht viele Millionen Jahre um zu eine32m alles veraendernden Ereignis zu werden. Das was wir heute als gespeicherte Information versuchen zu dechiffrieren, zeigt, dass es fuer die die praehistorische Zelle ein Ereignis war, dass wir mit einem Weltkrieg III vergleichen koennen unter Einsatz aller vorhandenen Nuklearwaffen. Natuerlich koennten diese extremen Ereignisse sichj auch auf einen spaeteres Geschehnis beziehen mit einer aehnlichen Bedeutung; sie sind schliesslich zeitlich nicht mit Jahreszahlen markiert, und dies kann letztlich nicht ausgeschlossen werden. Das Ereignis der groesseren Katastrophe zeigt, dass sie von ‚unten‘ herruehrte, die andere Katastrophe zeigt, dass es von ‚aussen‘ herruehrte.

Lassen Sie uns noch einmal die Herkunft und die Qualitaet der Praegungen anhand der Farben betrachten. Die Sensoren unserer Zellen nehmen nur einen kleinen Ausschnitt aus der Skala elektromagnetischer Wellen aktiv wahr und leiten diese Information an Hirnzellen weiter und diese ‚uebersetzen‘Wellenlaengen als Farben. Farben repraesentieren Motivationen wie Energie, Triebe, Vertrauen und Kreativitaet um nur einige herausragende Lebensausdruecke zu benennen, die die Haltung der Zelle zu Ereignissen widerspiegelt.

Weiterhin waren praehistorische Zellen in der Lage zu unterscheiden, ob ein heisseres Klima durch durch die Position der Sonne oder von Vulkanausbruachen aus der inneren Erde, von lebensbedrohendem Feuer aus der Umgebung verursacht wurde. Und das Gleiche bezieht sich auf kalte Perioden, Ueberflutungen und Duerren. Zellen koennen Mangel an Nahrung unterscheiden, ob es verschlechterte Umweltsbedingungen sind oder die erhoehte Konkurrenzfaehigkeit anderer Zellen, oder ganz einfach periodische Einschraenkungen oder die Unfaehigkeit Nahrung nicht verarbeiten zu koennen.

Die Zahl der verschiedenartigen gespeicherten Entwicklungsstadien und die entsprechende Analyse sind noch nicht komplettiert, zum Teil, weil die Erfahrung des methodischen Dekodierens noch verbessert werden muss, zum Teil benoetigt die Vorbereitung der Zahlenmenge analytische Verfeinerungen. Alle diese urspruenglichen Praegungen haben aus praehistorischer Zeit ihre Spuren hinterlassen und beeinflussen unser Handeln und Tun und widerspiegeln noch heute unser Verhalten, das sich mehr an vorliegenden Praegungen ausrichtet und weniger an den sachlichen Grundlagen der Geschehnisse. Es ist wie ein abziehendes Gewitter mit dem Donner aus der Ferne, aber wir schauen trotzdem nach einem Unterstand aus.

Dieser Report bemueht sich Praegungen zu identifizieren, denn Praegunbgen sind kollektiv-archaische Erfahrungen. In jeder Sekunde unseres Lebens sind sie es die uns leiten und jeden Schritt in unserem Leben ueberhaupt veranlassen. Ohne sie wuerden wir in Lethargie zusammensinken. Die meisten durch Praegungen eingeleiteten Aktivitaeten geschehen ohne unser bewusstes Wissen wie zum Beispile organische Funktionen. Bereits viel weniger werden begleitet von unserem Unterbewusstsein und noch viel weniger geschehen mit vollem Bewusstsein. Wenn Praegungen bewusst angewendet werden nennen wir es logisches Denken, jedoch ist es auch wahr, dass die Gruende unseres logischen Denkens bereits am naechsten Morgen hinfaellig werden – oder reuevoll nach Jahren. Es ist so, als ob wir uns in einer Nebelwand bewegen, und wirklich, wir wissen nicht, ob wir uns vorwaerts bewegen und wenn wir zurueckschauen, alles scheint im Nebel zu verschwinden. Die Zahl der Pattern in unendlich, dieser Bericht konzentriert sich auf einige wenige Urpraegungen.
Eine Urpraegung ist der Prozess der Individualisierung. Diese Individualisierung ist nicht begruendet in der Nahrungsaufnahme oder der Fortpflanzung. Wenn wir uns das Foto des Kristals einer Schneeflocke (auf Seite 39), wir muessen zugestehen, es handelt sich hier ganz klar um einen individualisierten Koerper, wobei wir jegliche Gedanken ueber einen spirituellen Inhalt oder Bewusstsein beiseite lassen. Diese Schneeflocke ist aus Materie hergestellt und wurde geformt von elekktrognetischen Wellen mit mathematischer Praezision. Individualisierung ist ein Urpraegungsprozess. Individualisierung war bereits da bevor organisches Leben in Erscheinung trat; es ist Teil der Gesamtheit des Kosmos. Es ist unsterblich, denn es ist unabhaengig vom Schicksal organischen Lebens. Letztendlich mag auch Individualisierung in der eigenen Existenz betroffen sein, wenn sich das Gleichgewicht zwischen Materie und Strahlung aendert, und noch mehr, wenn beide verschwaenden. Individualisierung ist hat ihre eigene Selbststaendigkeit und ist zwangslaeufig vertraut mit eigenen Grenzen. Wenn diese Feststellung akzeptabel ist, dann kann folgerichtig weiter gesagt werden, dass Individuation beeinflusst wird von Strahlung und Bodenstaendigkeit. Unser heute gueltiger Ausdruck von Individuation ist Vitalitaet und Ueberlebensinstinkt aber auch die Faehigkeit zu hibernieren, wenn auch heutzutage nur fuer wenige Stunden.

Der Begriff ‘Instinkt‘ ist eine populaerer Begriff fuer automatische Reaktion. Es war Professoer Konrad Lorenz (1903 – 1989), der vor fuenfzig Jahren entdeckte, dass der Handlungsablauf von Tierinstinkten nicht zufaellig ablaeuft, sondern dass er vorgegebenen Anregungen folgt, zum Beispiel fuer das Werben eines Partners, und dabei strikten Regeln folgt.

Dies ist ein ‚automatisiertes‘ Phaenomen und niemand stellt daher weitere Fragen; wir wissen jedoch, dass eine vergleichsweise einfache ‚instinktive‘ Reaktion einer Person eine Sequenz von Handlungen noetig macht, die Milliarden von Zellen einbezieht, die sehr fein und abgestimmt aeusserst praezise handeln muessen und dabei ist unser Verstand nicht oder nur verschwommen informiert, was da passiert und das Bewusstsein ist voellig ubergangen. Professor Lorenz erkannte, das festgelegte Praegungen verantwortlich sind fuer instinktive Handlungen und sie sind nicht umkehrbar als einmal fixierter Handlungsablauf. Die Frage, was sind Praegungen, woher kommen sie und wie sie sich voneinander unterscheiden ist in dieser Abhandlung nur oberflaechlich behandelt. Fuer uns ist es wichtig festzustellen, dass vorgepraegte Handlungsablaeufe in den verschiedenen Entwicklungsstufen des organischen Lebens fuer einfachere Lebewesen vergleichsweise starrer festgelegt sind als fuer Primaten. Das bedeutet die Eukaryotezellen von hoeher entwickelten Tieren sind von der gleichen Qualitaet as die vion einfacheren Lebensformen, aber deren genetischer Kode verlangt eine verbesserte organisatorische Struktur um ein feiner abgestimmtes Handeln moeglich zu machen. Das wiederum geschieht ebenfalls durch Praegungen.4

Menschen sind nicht frei von von festgelegten Handlungsablaeufen, aber so scheint es, es ist schwerer zu auszumachen als von einfacheren Tieren. (Typisch ist der allgemeingueltige Ausdruck: „eine vorhersehbare Reaktion von jemandem ......“ , weil wir genau wissen, diese Person folgt dem Ablauf einer vorgegebenen Handlung und wir wissen bereits im voraus die Reaktion auf die gestellte Herausforderung. )

Dies bedeutet, dass generell gesehen, die Basisstruktur von Urpraegungen unveraenderlich ist, aber weiter entwickelte Organismen sind befaehigt ihre Folgereaktion zu verfeinern und verstecken sofern es dienlich erscheint, ihre Urpraegung. Zum Beispiel „Vertrauen“ , das eine Urpraegung darstellt, bleibt unveraenderlich fuer ein Tier und es ist da oder es ist nicht da, aber es ist klar ausgedrueckt. Eine Person mag einer anderen Person nicht vertrauen, aber mit ihrer Oberschicht einer verfeinerten Praegung ist sie befaehigt, zu handeln als ob sie vertraut, aber nimmt die naechste passende und vorteilhafte Gelegenheit wahr zuzuschlagen. Eine andere Person mag jemandem vertrauen, aber sie sucht misstrauisch nach Tricks der anderen Person, gibt vor nicht zu vertrauen, weil sie weiss, dass Vortaeuschungen ueblich sind, und wenn sich alles richtig entwickelt, besonders in einem Notfall, bestaetigt ihr Vertrauen.

Dieses Allgemeinverhalten in unserer Kultur koennte um so viele andere Beispiele ausgedehnt werden, wenn Urpraegungen konfrontiert sind mit verfeinerten Praegungen. Kein Frage, dies ist der Hauptgrund fuer den riesig anschwellenden mentalen und organischen Stress, dem dann die Zivilisationskrankheiten folgen, wie sie es noch niemals in der menschlichen Geschichte gegeben hat. Die Zellen versuchen zu handeln fuer das, wofuer sie gepraegt sind, aber das ist untergraben durch Vortaeuschungen, Bequemlichkeit und parasitengleiche sozial/kulturelle Einengungen und viele mehr. Zellen werden verkrueppelt und werden krank.

Eukaryotezellen haben die gleiche hochentwickelt Struktur fuer alle tierischen Organismen und eine abgeaenderte Struktur fuer Pflanzen (Fotosynthesis), aber der genetische Kode ist fuer alle verschieden. Die Qualitaet des Zellrahmens und der genetischen Kode ist eine ganz individuelle Entwicklung und abgesehen von dem existierenden intellektuellen Unterschied zwischen einfacheren Tieren und den Primaten (Primaten schliessen Menschen mit ein), das Thema der Qualitaet steht seit praehistorischen Zeiten.

Es ist nicht ungewoehnlich ueber ein entwickeltes spezifisches Tier festzustellen, es hat einen ‚noblen‘ Charakter und man koennte auch ueber eine spezifische Person aussagen, dass diese Person ueberhaupt keinen noblen Charakter hat. Dieses als nobel bezeichnete Tier wird seine festgelegte Ablaufhandlung, die Praegung, nicht aendern im Vergleich zu anderen Tieren seiner Spezie, die vielleicht nicht gerade als nobel bezeichnet werden. Die Noblesse eines Charakters, zum Beispiel, ist nicht, was zur Superioritaet der Menschheit beitraegt: es ist die Anwendung von rationalem Intellekt.
Praegungen sind wie geologische Sedimente, in denen wir fossilierte Objekte finden. Wir erkennen, dass Noblesse (Charakter) oder Feigheit viel aeltere Praegungen sind als die Qualitaet des Intellekts oder der Ausdruck romantischer Gefuehle. Die vorher genannte Individuation ist eine dieser sehr alten Praegungen in diesen Schichten: es ist von anorganischer Natur. Je aelter eine Praegung ist um so staerker ist sie verwurzelt und der wahre ausdruck des Lebens. Es ist ein Thema fuer sich selbst das Alter der Praegungen systematisch zu erforschen um die historischen Entwicklungen zu beurteilen.
Die Qualitaet der Praegungen variiert nicht nur zwischen Tieren und Menschen, es variert auch zwischen den Angehoerigen der gleiche Spezie. Das Rueckgrat der Gesellschaft ist die auf Gleichheit beruhende Ueberzeugung, dass alle Menschen gleichzustellen sind. Das kann nicht aufrecht erhalten bleiben. Sie sind bei weitem nicht gleich.

Das Rahmenwerk der koordinierten Zellen – das Genom – reflektiert die gespeichert und abrufbare Qualitaet.