Grundlagen

Haben Sie einmal darueber nachgedacht, wie es moeglich ist, ungefaehr 100 Billionen biologischer Zellen, die unseren individuellen Koerper ausmachen, sowie 200 Billionen domestizierte Bakterien unter Kontrolle zu halten? Diese 300 Billionen biologischen Zellen scheinen auf den ersten Blick als eine grosse untrennbare homogene Einheit vereinigt zu sein, aber das ist nicht wahr: alle biologischen Zellen sind Individuen und sind ausgeruestet mit ihrem eigenen genetischen Kode. Sie sind scheinbar gut organisiert und strukturiert, faehig uns gesund zu halten – oder durch Krankheit zu warnen - , sie sind verantwortlich fuer Nahrungseinnahme und Verdauung, fuer Schlaf und sportliche Aktivitaet, fuer Arbeit und Spiel, fuer Gefuehle und Karriere.

Wenn wir uns vorstellen mit der Aufgabe betreut zu sein die Struktur dieser Prozesse aehnlich wie ein Software programmieren zu muessen, haben wir die vorher genannten Aktivitaeten zu einem aeusserst verfeinertem Grad zu verbinden um jegliche Bewegungen oder Motive feinfuehlig mit allen moeglichen Variationen zu versehen um das gewuenschte Ziel zu erreichen. Meistens sind jedoch diese Zielsetzungen unbewusst und uns nicht einmal bekannt. All unsere Bewegungen koerperlicher und geistiger Art, unsere Gefuehle, unsere internen und externen physisch-organischen Funktionen scheinen automatischen Einfluessen ausgesetzt zu sein und die Reaktionen scheinen keinem spezifisch ausgedruecktem Willen zu folgen. Trotzdem funktionieren wir zufriedenstellend, mit oder ohne logische Hilfestellung. Dies nehmen wir als selbstverstaendlich hin ohne weiter darueber nachzudenken.

Die erstaunliche Ueberlebensfitness der biologischen Zellen wird bestaetigt durch den Zeitfaktor. Im Falle einer ploetzlichen Gefahrensituation muessen Billionen von individuell gepraegten Zellen in kaum messbarer Zeit entscheiden wie einer toedlichen Gefahr am besten zu entkommen ist. Deren Funktion beinhaltet die Reaktion des ganzen Koerpers, sind jedoch voellig unterschiedlich in der Aufgabenstellung und graduell darauf ausgerichtet unter Beruecksichtigung des jeweiligen Zieles die gesamte physische und psychische Haltung oder Reaktion zu synchronisieren.

Eine Kommunikation zwischen den Zellen mag durch chemisch/elektrische Uebertragung erfolgen, aber weiterhin ist es in dieser kurzen Nicht-Zeit bestenfalls moeglich Alarm und erforderlich zur gleichen Zeit bereits Handlungen auszuloesen. Die Natur der Bedrohung kodiert bekanntzugeben und dann zu handeln, dafuer ist es bereits zu spaet. Jede einzelne Zelle hat eine unterschiedliche Aufgabe zu erfuellen und das alles in einer Zeitspanne,deren Kuerze wir kaum messen koennen. In der gelaeufigen Fachliteratur mit diesem Thema wird nie gesagt, wer informiert wen ueber die moeglichen zu taetigenden Aktionen.

Wenn man diese Tatsache realistisch betrachtet, ist es fast undenkbar solche unvorstellbaren Massen aktionsfaehig zu halten, jedenfalls wenn wir alle bekannten Masstaebe aus Erfahrung und Theorie ansetzen. Um sich das einmal praktisch vorzustellen: Die chinesische Republik oder Indien haben eine Bevoelkerung von jeweils mehr als eine Milliarde Individuen. Eine synchronisierte Aktion beider Voelker ist nicht moeglich auch ohne Beruecksichtigung irgendeines Zeitfaktors. Demgegenueber beinhaltet unser Koerper 300 Billionen Individuen. Das sind 300.000 mal multipliziertes China oder Indien! Wie soll eine derart vielfaeltige und koordinationsreiche Moeglichkeit einer Aktion oder Reaktion als Kommunikation fuer 300 Billionen Individuen praktiziert werden und dabei darf nicht vergessen werden, die Qualitaet der Aktion muss sehr einfuehlsam angewendet werden und das alles in der Spanne einer Nicht-Zeit?

Vergleichen wir diese Tatsache mit der Aufgabenstellung von Regierungen oder Firmenfuehrungen, die letztlich nur fuer vergleichsweise wenig Buerger oder Mitarbeiter verantwortlich sind, vielleicht fuer einige Dutzend Individuen oder fuer einige Millionen: Trotz dieser relativ geringen Zahl ist es ein hoffnungsloses Unterfangen durch Institutionen (wie Theokratie, Monarchie, Diktatur oder Demokratie) langfristig zu herrschen. Die Individualitaet organisch entwickelten Lebens erlaubt es nicht – jegliche Herrscherambitionen sind letztlich kurzlebig bei gleichzeitig hohem Einsatz und Energieverbrauch, durch Machtmissbrauch der Herrscher oder der Beherrschten. Das wissen wir aus Geschichte und taeglichen Erfahrungen.

Die einzige Antwort, die wir fuer die obige Eingangsfrage haben, ist die tiefe Ueberzeugung, dass in unserem Innern irgendwo ein hoeheres Wesen unser Schicksal lenkt und es moeglich macht alle Aufgaben im Leben zu erfuellen, nach hoeheren Zielen Ausschau zu halten oder niedrigen Motiven zu folgen. Es muss ein goettlicher Geist oder das individuelle von Gott gesteuerte ICH sein, die uns immer wieder helfen, intuitiv aus einer Notlage zurueckzufinden, und die uns Fuehrung ist in allen Angelegenheiten des Lebens. Und die Billionen von Zellen werden entsprechend effizient angeleitet, so scheint es.

Wenn dies jedoch der Fall waere, wuerde die Frage der feinfuehligen Struktur solcher Prozesse und sie in einer ‚Nichtzeit‘ auch entsprechend praezise auszufuehren, weiterhin bestehen. Stattdessen ist die Frage selbst hinter einem geheimnisvollen Vorhang verschwunden. Insofern beruehren wir nicht die Frage der Existenz Gottes; sie ist unabhaengig von unserem Thema. Einige religioes-kulturelle Aspekte hingegen sind wir in der Lage zu analysieren: In der Vorstellung unserer religioesen und wissenschaftlich-philosphischen Geistesgroessen bezieht sich Bewusstsein nur auf Menschen, mit oder ohne religioese Bindung. Tiere und Pflanzen sind in dieses Privileg menschlicher Ueberlegenheit nicht eingeschlossen - wenn man diesen auf den Menschen bezogenen Selbstschutz so benennen will.Tiere und Pflanzen sind gemaess unserer generellen Vorstellung von dieser goettlichen Aura ausgeschlossen. Sie leben ‘automatisch’ oder folgen den Jahreszeiten, dem Regen und der Sonne. Dieses Dogma menschlichen Anderssein ist gleichzeitig vorteilhaft, um Tiere und Pflanzen mit gutem Gewissen essen koennen ohne uns als Kannibalen zu betrachten.

Wenn wir das religioese und kulinarische Thema einmal beiseite lassen, dann begegnen alle Organismen denselben Problemen und sie loesen die Herausforderungen auf aehnliche Weise um zu ueberleben oder Krisen zu bestehen. Tiere und Pflanzen wenden keine systematisch durchdachte Logik (der Mensch sporadisch) an aber sind durch Groesse, Lebenslaenge oder Robustheit dem Menschen ueberlegen (der vorhin erwaehnteSequoiadendron wird 3 -5000 Jahre alt) oder unterlegen wie die Maifliege, die 1 -24 Stunden lebt. Auch Menschen handeln bei extremer Gefahr nicht systematisch- logisch und verlassen sich stattdessen auf ihren Instinkt, weil nur so sie ueberleben koennen. Die sporadische Anwendung von Logik in solchen Gefahrensituationen ist meistens gefaehrlich, weil der Prozess der logischen Folgerung ungemein langsam ist und im Zweifelsfall nur Verwirrung schafft. Selbst die bekanntesten und groessten Fuehrungspersoenlichkeiten handeln aufgrund ihres „Bauchgefuehls“ und moegen danach taktisch bedingte Logik anwenden.

Die oben gestellte Eingangsfrage ist Inhalt dieser Forschung. Was dabei ueberrascht ist, dass die ungeklaerte Organisation und Struktur unserer physiologischen und psychischen Substanz kaum diskutiert wird. Man koennte vermuten, dass wir mental ganz einfach ueberfordert sind dieses Thema anzuschlagen und wissen so oder so keine Antwort.

Einen Teil der strukturellen Verantwortung des Fuehrens von Billionen von Zellen ist leichter zu beantworten: Nach der sexuellen Fortpflanzung der (Eukaryote) – Zellen vermehren sich Zellen wie bereits seit eher, naemlich durch Zellteilung und das ist nichts anderes als ein Kloningprozess. Dieser Kloningprozess produziert gleiche Charakteristika der entsprechenden Spezie. Geklontes organisches Leben produziert eine gleiche und unveraenderte Zelle. Sie sind weniger individuell ausgerichtet und das macht es zumindest leichter vereint ein Ziel anzugehen. Darueber solllte jedoch nicht vergessen werden, dass auch geklonte Zellen gegenueber dem vorgegebenen Modell abweichen, wir nennen diesen Vorgang mutieren, und dies passiert bei den Billionen von Zellen in unserem Koerper unzaehlige Male jede Sekunde und resultiert in Wachstum unerwuenschter Krankheiten und seelischer Blockierungen, wenn unser Verteidigungssystem anfaellig geworden ist oder unser Immunsystem versagt, weil naemlich die Grundstruktur unseres Organismus nicht mit aktuellen Erfordernissen uebereinstimmt.

Aber unabhaengig davon gibt auch die geklonte biologische Zelle keine Antwort auf die Frage: Wie ist es moeglich, dass 300 Billionen biologische Zellen in der Lage sind abgestimmt und sehr feinfuehlig und praezise individuell und in Sektionen - zielsicher zu handeln und dass alles in unmessbar kurzer Zeit?

Dieser Report versucht klarzulegen, dass alle Organismen und Materie elementaren Regeln folgen, denen sie sich in Milliarden von Jahren angepasst haben (Siehe Quanten Atom Theorie und Quanten Mechanik im letzten Kapitel). Dies sind die verankerten Urpraegungen,die in ihrer rudimentaeren Form unveraendert erhalten sind. Diese fixen Urpraegungen sind die eigentlichen Leitbilder. Billionen von Zellen mit speziellen Funktionen sind die ausfuehrenden Organe bis heute, jede Minute, jeden Tag und weichen nicht von den einmal gesetzten Normen ab: ohne sie wuerden wir keine Minute ueberleben.

In dieser Forschungsarbeit wird der Ursprung unserer taeglichen Reaktionen erlaeutert, wie wir denken und fuehlen entsprechend der Basis, die wir von unseren Vorfahren ererbt haben – den Archaea-, den Pre-Zellen und Viren, und den bio-blank undifferenzierten Stammzellen. Der bio-chemische Aufbau der Zellen ist bereits wissenschaftlich aufgearbeitet, aber die inneren Antriebselemente des Zellebens sind unbekannt. Wie ist es moeglich, dass wir als menschliche Muli-Zeller derart klar gepraegt sind wenngleich nicht diszpliniert und verantwortungsvoll, aber in der Lage sind effektiv zu handeln? Wie ist es moeglich, dass wir in dem Dschungel von Billionen von Zellverbaenden faehig sind eine immerhin zeitlich begrenzte Existenz ueberhaupt fuehren koennen?

 
Eine Hausfliege ist faehig in einem 50igsten Teil einer Sekunde zu reagieren; Menschen in einem Viertel einer Sekunde. Wenn wir die Zahl der Zellen von einem Menschen gegen die einer Fliege setzen, zeigt es, dass Zellen des Menschen gegenueber denen einer Fliege eine relativ hoehere Faehigkeit haben schnell zu reagieren. Auf der anderen Seite zeigt es den Grund, warum groessere Organismen immer langsamer reagieren als kleine Pflanzen oder Tiere.
Diese Tatsache laesst vermuten, dass Gewicht (die Zahl der Zellen) und Geschwindigkeit der Kommunikation in Beziehung stehen. (Raum/Zeit – Sehen Sie das Kapitel: ‚Humanethologie: Parallelismus zeitbedingter Dimensionen‘ .)

 
Wenn wir es praktisch sehen wollen, Reaktionszeit existiert nicht. Der Surfer reagiert bereits in dem unvorhersagbaren Chaos dieses ungebaendigten Wildwassers bevor der Grund fuer eine solche Reaktion eintritt, so dass Reaktion und Ereignis zusammenfallen. Das bedeutet, dass 300 Billionen individuelle Zellen nicht nur aeusserst sensitiv und miteinander abgestimmt reagieren, sondern auch praezise den erheblichen koerperlichen Kraftaufwand miteinbeziehen und das alles in Nicht-Zeit. Zellen sind insofern effizienter strukturiert als multizellulare Organismen miteinander. Sie sind daher weitaus besser ausgeruestet Katastropen zu ueberleben. Das Gefuehl der Ueberlegenheit der menschlichen Gesellschaft is durch nichts begruendet.

Zellen sind weitgereist bevor sie auf dieser Welt sich Platz verschafften, weiter gereist als je jedes andere organische Leben und sie waren befaehigt sich an unvorstellbar extreme Klimate anzupassen und ueberlebten die weitreichendsten Explosionen und Katastrophen im All. Keine Chance haette menschliches Leben das zu ueberstehen, im dauernden Kampf mit Hunger und Unwirtlichkeit der Umgebung, immer in Furcht in Dauereis eingefroren oder gekocht zu werden in der Hoelle frueherer Riesen-Vulkane, auf der Erde und im All. Zellen leben noch heute in sulphurreichen Vulkanen (die schwarzen Schonsteine, die‘ black smokers‘, tief am Meeresboden) oder im ewigen Eis der Anarktis. Sollte es dennoch nicht reichen zu ueberleben, Zellen koennen einen langen Winterschlaf halten – 250 Millionen Jahre und wahrscheinlich noch laenger. Wir haben von unseren Zellvorfahren eine robuste Ueberlebensfaehigkeit ererbt, die wir uns unter dem Leitbild moralischer Sozialverantwortung bemuehen zu zerstoeren.

Das Urey-Miller Experiment im Jahre 1952, Leben aus der Retorte zu schaffen mithilfe chemisch-biologischer Grundsubstanzen ist immer noch Traum vieler kartesianisch gepraegterWissenschaftler vergleichbar mit dem Versuch Holzbeine auf einen Stein zu leimen und das Ganze zum Laufen zu bringen. Es ist nicht moeglich Zell-Leben aus der Retorte zu schaffen. Die Substanz organischen Lebens ist entstanden waehrend vieler Milliarden Jahre und gepraegt von der Erfahrung in allen Stadien zu ueberleben, in allen Klimaten, in allen geologischen Transformationen, tektonischen Verschiebungen an den unwirtlichsten Plaetzen. Dies zeigt die Widerstandsfaehigkeit aber auch Vielfalt und Flexibilitaet der biologischen Zelle. Wie sollte es moeglich so etwas kuenstlich aus der Retorte zu schaffen?

 

Diese Bild koennte ungefaehr eine Million Menschen umfassen. Verglichen mit den 300 Billionen Zellen drueckt dieses Bild in prozentualen Werten kaum vorstellbare Zahlenbegriffe aus: Diese abgebildete Masse von Menschen repreasentiert gerade 0.000.000.000.033% (ein dreiunddreissigbillionstes Teil eines Prozents) unseres menschlichen Zellvolumens, wenn wir diese unvorstellbaren Mengen rein mit Zahlen vergleichen wollen. Es ist nur ein Puenktchen verglichen mit dem Rest unseres Koerpers. Bereits ein solches Puenktchen, als vergleichbare Zahl von einer Million von Menschen, die ein Gemeinschaftsvorhaben ausfuehren wollen, scheitern an unloesbaren Problemen der Fuehrung und Koordination. Dieser Vergleich ist berechtigt, denn leztlich arbeitet das Prinzip der Kommunikation zwischen solchen Massen von Individuen – seien es Zellen oder Menschen und beide geklont – aehnlich: alles sind Individuen, alle sind strukturiert alleine zu leben, in Familien, in Klans oder Staemmen und in Nationen. In unserer menschlichen demographischen Struktur haben wir die bereits uralte vorhandene Struktur der Zellen genauestens kopiert. Vom vorherigen Bild haben wir wahrgenommen, dass diese Menge von Zell-Individuen in einem menschlichen Koerper immerhin in der Lage ist in 0.25% einer Sekunde zu reagieren. Menschliche Individuen als eine geschlossene Einheit wie abgebildet wuerde das nicht aufbringen und dabei lassen wir jegliche messbare Zeiten ausser acht. Stattdessen wuerden sie miteinander argumentieren.

Es gibt wenig Grund fuer Optimismus: jegliche Aenderung menschlichen Verhaltens war niemals und wird niemals auf freiwilliger Basis geschehen, da die auf soziale Gefaelligkeit angelegte gesellschaftliche Moral nicht akzeptieren kann, dass der Countdown fuer die Vernichtung besonders grosser multizellularer Organismen schon laengst begonnen hat. Das Einsetzen einer solchen katastrophalen Entwicklung koennte mutierende Entwicklungen moeglich machen, aber dann ist es bereits zu spaet.

Wir sollten in diesem Zusammenhang daran erinnert sein, dass in evolutionaer-biologischer Literatur und Dokumentarfilmen Mutation haeufig dargestellt wird als erfolgreiche Transformation und Fortschritt fuer ein hoeheres Niveau organischen Lebens. Nichts kann falscher sein!

Lassen Sie uns die Tatasachen sehen: Mutation ist eine aeusserst schmerzhafte, verlustreiche und riskante Angelegenheit und dies schliesst die Empfaengnis mit ein. Es ist der Fall vom Himmel, die Vertreibung aus dem Paradies: hohe und donnernde Wellen brechen auf uns nieder und schlagen uns in den Grund. In den meisten aller erfolgten Mutationen fuehrte es zur endgueltigen Zerstoerung des betreffenden Lebens, und nichts und niemand hat je davon berichtet.

Wissenschaftliche Berichte ueber biologisches Zellforschung sind distanziert und analytisch wie chirugische Eingriffe, als ob sie irgendwie existierten aber niemals lebten. Dagegen ist dieser Report dokumentarisch inspiriert, als ob man der Zelle Auge zu Auge gegenueber steht; trotzdem kann nur berichtet werden, was die Zelle genetisch gespeichert hat. Leider ist dieser Report insofern begrenzt. Dinge, die wir gerne wissen wuerden, werden ueberschlagen und andere Bilder, die man als weniger wichtig ansehen koennte, bekommen vorrangige Bedeutung, ganz wie die Zelle es registriert hat.

 
Multizellulares Leben haette keine Chance eine Kollision solchen Ausmasses zu ueberleben. Biologische Zellen sind ‚abgehaertete Reisende‘ und konnten entkommen. und haben dieses Ereignis registriert. Die Erde wuerde diesen Zusammenstoss nicht heil ueberlebt haben und zertruemmert ins All geschleudert sein, aber wir wissen heute, dass dieser Zusammenstoss nicht konfrontal war sondern ‚gleitend‘, weil beide Planeten in die gleiche Richtung rotierten. Dies ist die Geburt des Mondes, der entstanden ist aus dem Rest des einkommenden Planeten und den herumfliegenden Ueberbleibseln der Kollision.

Die Stadien der Entwicklung bis zur Zeit der Erschaffung des Mondes als Erdsatellit durch die “Giant Impact Theory” wird gezeigt; weiterhin folgen wir der Sonne in ihrem Fruehstadium und am Ende finden wir biologisches Leben ohne Sonne, dann, wenn elektromagnetische Wellen, Eruptionen und Zusammenstuerze, unvorstellbare Hitze und ewiges Eis die Umgebungswelt unserer Ahnen ausmacht. Und schliesslich, am Ende – oder besser – am Anfang , wenn das organische Zell-Leben eingebettet ist in ewiger Ruhe in einem spannungslosen paradiesischen Schlaf. Dies alles sieht man durch ‘Augen’ der Zelle, sie hat keine Augen, aber sie nimmt Wellenlaengen wahr, registriert geologische Umbrueche und Temperaturen und unser Verhaltensmuster aus dieser praehistorischen Zeit hinterlassen und wir koennen es wie einen archaelogischen Schatz freilegen.

Wir folgen der Idee einer spirituellen Botschaft, die eingeschlossen im Genom der Zelle weiterlebt,als Ausschnitt einer archaischen Urwelt, die noch heute in uns lebt. Wir finden die Andeutung einer maechtigen alles umfassenden Moralitaet und im Widerspruch dazu eine ethisch gepraegte zeit – und raumlose Zielsetzung. Ebenfalls nichts weist daraufhin, dass organisches Leben ein Zahnrad ist in einem chemotechnischen Apparat, so wie es praesentiert wird durch deterministisch orientierte Wissenschaftler.

Der Leser wuerde sicherlich gerne wissen, wie es moeglich ist, die Motive und immerhin tiefschuerfenden Beobachtungen innerhalb einer Zelle auszuloten, die mit blossem Auge nicht einmal erkennbar ist, und zudem hat sich das Ganze vor Billionen von Jahren abgespielt, und wird daher nicht mit der Vermutung zurueckhalten, dass das Ganze ein abenteuerlich angelegtes verruecktes Phantasieprodukt sein koennte: solche Ideen werden so schnell untergehen wie sie aufgetaucht sind, resuemiert er.

Die zurueckgelegte Zeit, die diese Forschung bereits durchmachte, macht es verstaendlichweise fuer Aussenstehende schwierig geradewegs einzusteigen. Gemaess vorliegenden Informationen ist es das erste Mal, dass wir methodisch an den Anfang des Lebens zurueckschauen koennen und diese ‚lebendige‘ Sicht unserer historischen Erfahrungen weist auf viele Moeglichkeiten in aehnlicher Weise ein Bild unserer Vergangenheit zu schaffen. Davon ausgehend ist die Zeit reif unsere moralischen und ethischen Werte einer Pruefung zu unterziehen.

Einige Leser vermoegen immerhin so weit gehen und Zellen anzuerkennen als erfolgreiches organisches Leben hinsichtlich Langlebigkeit, Ausdauer und Robustheit, aber gestehen auch offen zu, dass biologische Zellen fremdartige Mitbewohner der Erde sind unabhaengig von ihrer schon langen Geschichte und Ueberlebensleistung. Was wir nur dabei vergessen, wir selbst sind diese Zellen, ohne diese Zellen und deren Praegung, wuerden wir nicht existieren; wir sind eine Zusammenballung solcher Zellen und kein synthetisches Retorteprodukt mit einem ganz grossen ICH ganz obenauf.
Da von Religionen und Wissenschaften ‚Bewusstsein‘ fuer hoehere oder weniger hoch entwickelte Saeugetiere und weniger hoch entwickelte Saeugetiere von Religionen und von Wissenschaften gleichermassen verneint wird, waere es natuerlich laecherlich ausgerechnet Zellen dies zuzubilligen. Eine Frage an diese philosophierenden Wissenschaftler ist, wann war es denn in der Geschichte, dass Bewusstsein in den Menschen eingegeben wurde, zu welchem evolutionaeren Zeitpunkt ist dieser wahrhaft revolutionaere Akt geschehen, der seiner immensen Bedeutung wegen nicht irgendwo gerade einmal so unbemerkt passiert sein kann, welchem Teil des Koerpers wurde die Ehre zuteil mit Bewusstsein ausgestattet zu werden? War der Ausloeser das Aufrecht gehen, ein Werkzeug benutzen, Aramaeisch oder Hebraeisch sprechen oder Bananen von den Baeumen reissen und Steine zu werfen?